Eimmarts Großer drehbarer Quadrant

Ein drehbarer Quadrant mit einem Radius von 5 oder 6 Fuß (1,20m - 1,50m) auf einem steinernen Sockel. Er war hauptsächlich aus Eisen gefertigt. Johann Leonhard Rost schrieb über diesen Quadranten in seinem Astronomischen Handbuch von 1718 (S. 326):

"Auf dem hiesigen Nürnbergischen Observatorio, ist ein solcher Quadrans horizontalis volubilis,[1] im Radio von 5. Schuen vorhanden / der sich an einer eissernen Columna, in einem gedoppelten meßingen Ringe / herum drehen lässet / und ausser den Minutis primis auch quinta Secunda zeiget. Er ist sehr commode zu tractiren: allein er hat den Fehler / daß man ihn nicht wie man will / und von rechtswegen seyn soll / wie vordessen / gantz genau horizontal richten kan."

Im Brief an Christfried Kirch vom 21. September 1722 formulierte Rost schärfer: "Was nutzt ein 5 schuhiger Quadrant, der nicht einmal die minuta prima richtig anzeiget?" Das Gerät war also damals bereits unbrauchbar.



Fussnoten

  1. Quadrans horizontalis volubilis: drehbarer Horizontal-Quadrant.