Mit freundlicher Genehmigung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Johann Wilhelm Wagner

Direktor der Berliner Sternwarte.

* 24.11.1681 in Heldburg/Thüringen ; †16.12.1745 in Berlin
Wagner starb unverheiratet.

Lebenslauf:

Aus Wagners Jugend ist nur bekannt, dass er von 1700 bis 1703 als Assistent von Georg Christoph Eimmart (1638-1705) auf dessen Sternwarte arbeitete. Im April 1704 nahm er sein Studium in Jena auf. Von 1706 bis 1709 arbeitete er in den Diensten des Barons Bernhard Friedrich von Krosigk (1660-1714) auf dessen Privatsternwarte in Berlin, wo er parallel zu Peter Kolb (1675-1726) die Mondparallaxe vermessen sollte. Anschließend soll er verschiedene Stellen in Russland und Schlesien innegehabt haben. 1711 bis 1712/13 war er Professor an der Ritterakademie. Ab 1716 arbeitete er als Observator für die Preußische Akademie der Wissenschaften. Von 1720 bis zu dessen Schließung 1727 war er Mathematikprofessor am Gymnasium in Hildburghausen. 1730 wurde er Professor der Architektur an der Berliner Akademie der Künste, 1735 Bibliothekar bei der Akademie der Wissenschaften. 1740 wurde er Nachfolger von Christfried Kirch (1694-1740) als Leiter der Berliner Sternwarte. In dieser Stellung starb er im Dezember 1745 an einem Schlaganfall.

Wirken:

Wagner war ein sehr sorgfältiger Beobachter, wovon seine zahlreichen Artikel in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften der Zeit zeugen.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

Wagner wurde am 7. Oktober 1716 als ordentliches Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Ausgewählte Werke:

Briefe von und an Wagner

Literatur:

Links:



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