David Zeller

Nürnberger Rechenmeister aus Augsburg.

* in Augsburg ; †ca. 1656 in Nürnberg

Lebenslauf:

Gegen den Widerstand anderer Rechenmeister wurde David Zeller 1639 in die Stadt aufgenommen. Seine Wechsellehre von 1642 widmete er dem Rat, bei dem er gut angesehen war. Sein Buch erlebte noch im 18. Jahrhundert zahlreiche Neuauflagen außerhalb Nürnbergs. Die anderen Rechenmeister versuchten, die persönliche Lebensführung Zellers anzugreifen. Erfolglos wurde er beschuldigt Mägde geschwängert und sein Weib und Kind verlassen zu haben. Der Grund für Zellers Wechsel nach Nürnberg scheint eine zerrüttete Ehe gewesen zu sein, der Ehefrau wurde nicht erlaubt, in die Stadt zu ziehen. 1655 wird eine seiner Mägde als Kindsmörderin verhaftet, doch ergab sich aus deren Anhörung nichts belastendes für Zeller. Im Folgenden Jahr ist er gestorben. 1642 brachte auch ein Daniel Zeller ein Buch über Wechselgeschäfte in Nürnberg heraus. Es soll um 1660 eine Neuauflage erlebt haben, die er wieder dem Nürnberger Rat widmete. Es ist nicht geklärt, ob es sich dabei um zwei verschiedene Personen handelt.

Ausgewählte Werke:

Literatur:



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