Das Behaimdenkmal am Theresienplatz

Martin Behaim

Auftraggeber für den ältesten erhaltenen Erdglobus.

* 6.10.1459 in Nürnberg ; †29.7.1507 in Lissabon

Lebenslauf:

Nach Abschluss seiner Schulzeit wurde Martin Behaim 1476 zu einem flämischen Tuchhändler in die Lehre geschickt. 1478 wechselte er nach Antwerpen. Damals begann er bereits mit eigenen Handelsgeschäften. 1482/3 muss er sich wieder in Nürnberg aufgehalten haben. 1484/85 verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt nach Portugal, wo er am 18. Februar 1485 zum Ritter geschlagen wurde. Um diese Zeit hat er wohl eine oder mehrere Reisen nach Afrika unternommen. Von 1490 bis 1493 hielt er sich wieder in Nürnberg auf, in dieser Zeit initiierte er die Herstellung des Erdglobuses. 1493 kehrte er nach Portugal zurück, wo er 1507 verarmt starb.

Wirken:

Martin Behaim war der Ideengeber für den Erdglobus von 1492, der sich bis heute im Besitz des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg erhalten hat. Es handelt sich dabei um den ältesten erhaltenen Erdglobus.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

In Nürnberg wurde 1870/75 eine kleine Verbindungsstraße zwischen der Ludwig-Feuerbach-Straße und der Äußeren Sulzbacher Straße nach Martin Behaim benannt, zudem trägt ein Gymnasium in der Südstadt seinen Namen.

Am Theresienplatz findet sich das Martin-Behaim-Denkmal. 1837 wurde durch den bekannten Astronomen Johann Heinrich Mädler (1794-1874) ein Krater auf dem Mond nach ihm benannt.

Literatur:

Links:



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