Alexius Bierbaum (Birnbaum)

Nürnberger Schreib- und Rechenmeister, Notenschreiber.

†1547 in Nürnberg

Lebenslauf:

Alexius Bierbaum wurde 1516 Kirchner bei St. Lorenz. Im Oktober 1530 wurden ihm acht Tage Urlaub gewährt, damit er seine Schulden eintreiben konnte. Er scheint auch juristische Kenntnisse gehabt zu haben, denn ab 1530 führte er in Speyer einen Prozess gegen den Grafen von Mansfeld, wobei aber nicht bekannt ist, worum es ging. Der Prozess scheint sich bis 1536 hingezogen zu haben. Zwischendurch war er 1532 nach Trient gerufen worden, wo er an der Aufrichtung und „Visierung“ eines Kunstbrunnens beteiligt war. Er scheint also ein vielseitig begabter Mann gewesen zu sein. 1542 beschäftigte die Ehe Bierbaums den Rat. Seine Frau war anscheinend geisteskrank, worauf der Ehemann mit großem Gepolter reagierte. Der Rat sorgte dafür, dass die Frau bei Verwandten gepflegt wurde, da sich bei ihrem Mann ihr Zustand nur verschlimmerte. Sie genas aber und kehrte zu ihrem Gatten zurück, wobei der Rat die Eheleute ermahnte sich zu vertragen. Kurz darauf suchten Bierbaums Tochter und ihr Schwiegersohn unter Hinterlassung ihres Kindes das Weite. Da Bierbaum angab, für das Kind nicht sorgen zu können, wurde es in die Findel gegeben.

Literatur:



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