Porträt von Böschenstein.
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Johannes Böschenstein

Erster deutscher Gymnasiallehrer für Mathematik, der sich einige Jahre in Nürnberg aufhielt.

* 1472 in Esslingen ; † 1540 in Nördlingen

Lebenslauf:

Johannes Böschenstain lernte ab 1489 in Esslingen bei Moses Möllin Hebräisch. Später studierte er Theologie und wurde 1494 zum Priester geweiht. Bis 1505 lehrte er Hebräisch in Esslingen, dann ging er als Dozent an die Universität von Ingolstadt. Hier erteilte er auch Mathematikunterricht. 1513 wechselte er nach Augsburg. 1518 wurde er als erster deutscher Professor für die hebräische Sprache nach Wittenberg berufen. Wohl aus finanziellen Gründen wechselte er bereits 1521 nach Heidelberg, doch erhielt er keine Planstelle. 1522 ging er nach Antwerpen und Zürich, im folgenden Jahr nach Augsburg und Nördlingen. 1525 kam er nach Nürnberg, wo er zunächst am Augustinerkloster Hebräisch unterrichtete. 1526 wurde er Dozent am neugegründeten Egidiengymnasium, daneben soll er eine deutsche Schule betrieben haben, in der auch Rechenunterricht erteilt wurde. Doch scheint er auch Nürnberg bald wieder verlassen zu haben. Ab 1533 ist er wiederholte Male in Nördlingen nachweisbar. Hier starb er 1540 im Hause seines Sohnes Abraham Böschenstein, Rechenmeister zu Nördlingen.

Wirken:

Böschenstain ist vor allem für seine Herausgabe von Lehrbüchern der hebräischen Sprache bekannt. 1514 erschien aber auch sein Rechenbuch für Kinder, das als Begleitlektüre für den Schulunterricht dienen sollte.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

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