Johannes Cochläus

Gegner der Reformation und Verfasser des ersten geografischen Schulbuchs über Deutschland.

* 10.1.1479 in Raubersried bei Wendelstein ; †10.1.1552 in Breslau

Lebenslauf:

Johannes Cochläus beschäftigte sich zunächst in Nürnberg mit Mathematik und Literatur, bevor er 1500 nach Köln ging, wo er Mathematik, Philosophie und Theologie studierte. 1509 folgte er einem Ruf zurück nach Nürnberg als Direktor der Lateinschule bei St. Lorenz. Hier freundete er sich mit Willibald Pirckheimer (1470-1530) an. Als entschiedener Gegner der Reformation verließ er Nürnberg 1517 in Richtung Frankfurt am Main. Im gleichen Jahr ging er noch nach Italien, wo er Doktor der Theologie wurde. 1518 hielt er sich kurzzeitig wieder in Nürnberg auf, ging dann aber wieder nach Frankfurt. 1525 siedelte er nach Mainz über, 1529 folgte er einem Ruf nach Dresden. Es folgten Aufenthalte in Eichstädt und Breslau. Hier starb er im Januar 1552.

Wirken:

Cochläus wurde vor allem durch seine Streitschriften gegen die Reformation bekannt. Er verfasste Lehrbücher für Latein, Musik und Geschichte. 1512 veröffentlichte er die lateinische Beschreibung des Pomponius Mela, der er eine Beschreibung von Deutschland anhängte, wobei er Nürnberg in den Mittelpunkt stellte. Vorbild war ihm das Nürnbergbuch von Conrad Celtis (1459-1508). Sein Buch gilt als das erste geographische Schulbuch über Deutschland.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

Die Cochlaeusweg nordwestlich des Nordostbahnhofes wurde 1994 nach dem streitbaren Antireformator benannt.
In Wendelstein trägt eine Straße seinen Namen.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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