Epitaph für H. Gruber d. J. auf dem Johannisfriedhof, Grab Nr. 198

Hans Gruber

Uhrmacher aus Nürnberg.

Lebenslauf:

Online wird das Geburtsjahr von Hans Gruber häufig mit 1530 angegeben. Eine direkte Bestätigung dafür gibt es nicht, da die Taufregister von St. Sebald und St. Lorenz erst mit dem Jahr 1533 einsetzen. Jedenfalls wurde er 1552 Plattschlossermeister. In diesem Handwerk waren die Schlosser und Uhrmacher vereinigt. Er gilt als geschickter Feinmechaniker, der Taschenuhren von 2 cm Durchmesser baute. Keineswegs zählt Gruber aber zu den Kompassmachern, er war Feinmechaniker und Uhrmachermeister.

In den Totengeläutbüchern von St. Sebald findet sich der Eintrag: "Katharina Hannß Grueberin, urmacherin hinter s. Lorentzen", gestorben zwischen dem 20.05. und dem 16.09.1562. Dabei dürfte es sich um Grubers erste Ehefrau handeln. Bei seiner Bestattung wurde Gruber als "kleyner ürleinmacher" bezeichnet und wohnte auf dem Lorenzer Platz (Bestattungsbuch St. Lorenz, S. 60), hier scheint er also mindetens eit 1562 gewohnt zu haben.

Auch der gleichnamige Sohn von Hans Gruber wurde Kleinuhrmacher. Wie der Vater wohnte er bei seinem Tod auf dem Lorenzer Platz.

Wirken:

Im Württembergerischen Landesmuseum in Stuttgart hat sich eine Türmchenuhr erhalten, die er 1583 für den dänischen König Friedrich II (1534-1588) baute. Hier ist auf der linken Seite eine Sonnenuhr verborgen, die auf die Polhöhe von Dänemark eingestellt ist. Neben anderen Uhren und Geschützaufsätzen hat sich von ihm auch eine aus Messing gefertigte viereckige Büchsensonnenuhr in der Collection Billmeier in London erhalten.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1591 wurde Hans Gruber Genannter des Größeren Rats der Stadt Nürnberg.

Literatur:

Links:



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