Johann Hauer

Nürnberger Künstler, der auch Silberglobusbecher herstellte.

* 28.9.1586 in Nürnberg ; †12.6.1660 in Nürnberg

Lebenslauf:

Etwa ab 1599 lernte Johann Hauer bei Peter Hochheimer (um 1562-1608) sieben Jahre lang das Malen und Radieren. Danach soll er als Geselle des Flachmalers Friedrich von Falckenborch d. Ä. (um 1565-1623) gearbeitet haben. Anfang 1613 wurde er Meister. Schon vorher hatte er eine eigene Werkstatt gegründet. Er war als Künstler so anerkannt, dass er 1622, 1640 und 1650 zum Vorgeher der Maler gewählt wurde. Hauer betrieb einen kleinen Verlag, auch stammen von ihm Beiträge zur Dürerforschung.

Wirken:

1612 hielt sich der Mathematiker Lucas Brunn (um 1572-1628) für einige Zeit bei Hauer auf. Auf dessen Anregung hin soll sich Hauer mit dem Schleifen von Linsen befasst haben und diese dann mit Hilfe einer Camera obscura beim Zeichnen verwendet haben. Für den Altdorfer Mathematiker Daniel Schwenter (1585-1636) stach Hauer einige Titelblätter. Auch stammen die Titeleinfassungen einiger Kalender von ihm.

Hauer führte auch für Goldschmiede Ätzarbeiten durch. In dieser Zusammenarbeit entstanden um 1620 Figuren, die die Himmels- oder Erdkugel tragen (Siehe die Links). Insbesondere in der Zusammenarbeit mit Jeremias Ritter (1582-1646) schuf Hauer mehrere kostbare Silberglobusbecher. Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg findet sich eine um 1620 entstandene „Automatische Tischuhr mit einer Allegorie der Zeit“ (WI 1885). Der zugehörige Himmelsglobus wurde ebenfalls von Johann Hauer graviert.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1628 wurde Hauer Genannter des Größeren Rates in Nürnberg. 1631 wurde er Hauptmann im Viertel St. Elisabeth.

Literatur:

Links:



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