Johann Christoph Heppe

Nürnberger Kleinuhrmacher und Privatgelehrter.

* 20.5.1745 in Nürnberg ; †24.5.1806 in Nürnberg

Lebenslauf:

Johann Christoph Heppe sollte eigentlich wie sein Vater Kleinuhrmacher werden. Tatsächlich lernte er diesen Beruf und begab sich 1762 für ein Jahr auf Wanderschaft. Nach seiner Rückkehr besuchte er im Sommer 1764 Experimentalphysikvorlesungen bei Johann Conrad Löhe (1723-1769), der sich über die „Undeutlichkeit des Muschenbroekischen Pyrometers“ (Strahlungsthermometer) beklagte. Heppe erfand daraufhin einen besseren Pyrometer, den Löhe öffentlich vorführte. Darüber erhielt Heppe soviel Zuspruch, dass er sich wie in seiner Jugend wieder stark den Naturwissenschaften zuwandte. Die Uhrmacherei war für ihn nur noch Nebenerwerb, stattdessen wurde er Privatlehrer, der einige Werke zur Naturlehre herausbrachte. Auf ihn geht auch eine Abbildung des Kometen Messier von 1769 zurück. Wohl noch angeregt durch Löhe gab er (vermutlich) ab 1776 einen Enzyklopädischen Calender heraus. Dabei handelt es sich um den ersten volksaufklärerischen Kalender, der in Nürnberg herauskam. Sein Ziel war, dass „auch der gemeine Mann die Wunder der Allmacht Gottes ohne Vorurtheil erkennen“ kann. 1781 brachte er die Beschreibung der Barometer und Thermometer von Michael Adelbulner (1702-1779) in überarbeiteter Form heraus.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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