Familie Hertel

Nürnberger Rechenmeister.

Lebenslauf:

Der Rechenmeister Ludwig Hertel wandte sich 1565 wegen seines kranken Dieners an den Nürnberger Rat. Im Mai 1568 stirbt der Rechenmeister Peter Hertel, für dessen Frau Anna der Diener Hans Kirr die Schule weiterführt. Peter Hertel arbeitete auch als Hochzeitslader.

Georg Hertel heiratete 1649 die Witwe des Rechenmeisters Paulus von Ach. Im gleichen Jahr wurde er Rechenmeister und konnte die Schule von Ach weiterführen. Allerdings war man mit seinen Leistungen nicht völlig zufrieden, denn er erhielt die Aufforderung "sich selbst im Schreiben besser zu üben". Seine zweite Ehefrau stirbt als Witwe 1692, er muss also vorher gestorben sein. Merkwürdigerweise wird 1696 noch die "Wittib Hartlin" als Rechenmeisterin in der Schlehengasse erwähnt.

1709 stirbt der Schreib- und Rechenmeister Martin Hertel in ärmlichen Verhältnissen. Bei ihm könnte es sich um einen Nachfahren von Georg Hertel handeln. Ob diese vier Hertels zu einer Familie gehören ist nicht geklärt.

Literatur:


Fußnoten

  1. "Peter Hertel hochzeit lader. Anna Krablerin. 4 Junij 1532" (Trauungen St. Sebald 1524-1543, Bl. 168v).
  2. "Anna Peter Hertlin deutsche Schreiberin bey dem Innern Lauffer thor 28. [Mai 1568] (Bestattungen St. Sebald 1557-1579, Bl. 183r).
  3. Dieses Datum findet sich bei Grieb 2, 2007, S. 641, kann aber durch die Bestattungsbücher von St. Sebald und St. Lorenz nicht bestätigt werden.
  4. "Ludwig Hertl, Helena Hansen Famerin 31 October [1564]&auot; (Trauungen St. Sebald 1556-1586, Bl. 185r).
  5. "9 dito [Mai 1654] Die Tugendsame Fr. Walburg des Er. und Kunstreich Georg Hertels Rechenmeisters Eheweib auf dem Neuen Bau" (Bestattungen St. Sebald 1644-1654, Bl. 212v).
  6. "Der Erbar und kunstr. Georg Hertel, Rechenmeister: die tugends. J. Sabina, des Erb. Leonhard Glüuer, Handelsmanns seel. nachgel, tochter.Ao. 1654. ♂ den 5. Septembr. [...] privatim copulirt" (Trauungen St. Sebald 1641-1663, Bl. 241v, Eintrag 104).
  7. "Fr. Sabina, des Ers. Georg Hertel Schreib= u. Rechenmeisters S. N. Wittib in der Schlehgaßen, ♃ d. 10. Martij [1692] (Bestattungen St. Lorenz 1668-1702, S. 482).


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