Johann Georg und Johann Paul Kleininger

Fürther Sonnenuhrmacher im 18. und 19. Jahrhundert

Lebenslauf:

Das National Maritime Museum in Greenwich besitzt eine hölzerne Sonnenuhr, die mit "I.G. Kleininger" signiert ist. Vermutlich stellte also schon der Vater Johann Georg Kleininger Sonnenuhren her. Bei seinem Tod wohnte er im Haus 538, das in der heutigen Hallstraße liegt.

Sein Sohn Johann Paul Kleininger ist mehrfach umgezogen. Im Mai 1851 machte er im Fürther Tagblatt bekannt, dass er aus seiner Wohnung in der Hallstraße in die Königsstraße 413 gegenüber der Auferstehungskirche gezogen sei. Möglicherweise wohnte er also anfangs noch in der Wohnung seiner Eltern. Im Mai 1858 zog er dann aus der unteren Fischergasse in die Moststraße. Bei seinem Tod wohnte er in der Gartenstraße.

1851 bot Kleininger Kompasse "mit und ohne Sonnenuhren" an. Zu Weihnachten bot er lasierte Weihnachtsleuchter an. Vom Geschäft mit den Kompassen und Sonnenuhren allein konnte er offenbar nicht mehr seinen Lebensunterhalt bestreiten. Bei seinem Tod wurde er nur als Drechslermeister bezeichnet, Kompasse wurden nicht mehr erwähnt.

Kleininger stellte hölzerne Sonnenuhren her, die er mit Kupferstichen beklebte. Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg besitzt eine Klappsonnenuhr von J. P. Kleininger (WI 2084), die auf die 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert ist, aber wohl aus der 1. Häfte des 19. Jahrhunderts stammt.

Literatur:

Links:



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