Georg Labenwolf

Nürnberger Rotschmied und Erzgießer, der für Tycho Brahe arbeitete.

* um 1530 in Nürnberg ; †30.05.1585 in Nürnberg (Beerdigung)

Lebenslauf:

Georg Labenwolf dürfte von seinem Vater ausgebildete worden sein. Ab 1559 hielt er sich für einige Zeit in Neuburg an der Donau auf, kehrte jedoch 1563 noch vor des Vaters Tod nach Nürnberg zurück und übernahm dessen Werkstatt. 1565 wurde er Meister. Er wurde vor allem für seine kunstvollen Brunnenanlagen bekannt.

Wirken:

1570/71 errichtete Georg Labenwolf für den hessischen Landgrafen Wilhelm IV. (1532-1592)in Kassel für dessen Lusthaus in der Aue eine Brunnenanlage, die aus zehn Einzelfiguren bestand. Der Landgraf scheint ihn an Tycho Brahe (1546-1601) weiterempfohlen zu haben. 1577 hielt sich Labenwolf auf dessen Sternwarte auf der Insel Hven auf, wo er einen Springbrunnen und die Wasserleitungen für die Sternwarte konstruierte. 1575 besuchte ihn Brahe in Nürnberg. Wohl auf Brahes Vermittlung hin erhielt er einen Großauftrag des dänischen Königs für ein Brunnenwerk, das nach langen Vorarbeiten in den Jahren 1583 bis 1585 in Schloss Kronburg aufgestellt wurde. 1575/76 hatte Labenwolf auch den Brunnen für den Hof der Hohen Schule in Altdorf konstruiert. Dieser Brunnen hat sich bis heute im Wichernhaus erhalten.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

In Nürnberg wurden die Labenwolfstraße und das Labenwolfgymnasium nach Vater und Sohn benannt.

Literatur:

Links:



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