Hartmann Schedel

Verfasser der Weltchronik von 1493.

* 13.2.1440 in Nürnberg ; †28.11.1514 in Nürnberg

Lebenslauf:

Hartmann Schedel studierte ab 1456 in Leipzig. Bereits hier stand er mit humanistischen Kreisen in Kontakt. 1463 ging er nach Padua, wo er sich weiter mit humanistischen Ideen vertraut machte, aber auch ein Medizinstudium absolvierte. 1466 erhielt er die Doktorwürde und kehrte nach Nürnberg zurück, wo er zunächst hauptsächlich damit beschäftigt war Bücher zu sammeln und zu kopieren. Er scheint in dieser Zeit aber auch eine Reise nach Flandern unternommen zu haben. Ab 1470 war er Stadtarzt in Nördlingen, ab 1481 in Amberg. Ab dem folgenden Jahr betrieb er bis zu seinem Tod im November 1514 eine gut gehende Praxis in Nürnberg.

Wirken:

Schedel war eine der zentralen Gestalten des Nürnberger Humanistenkreises. Bekannt ist er heute vor allem durch seine Weltchronik, die 1493 in einer deutschen und eine lateinischen Version herauskam. Bei der Abfassung dieses Werkes kam ihm seine umfangreiche Bibliothek zu Gute. Die Chronik beginnt mit der Erschaffung der Welt und endet in der Lebenszeit des Autors. Mit über 1800 Holzschnitten ist es das am reichsten illustrierte Werk des frühen Buchdrucks, das auch zahlreiche Stadtansichten enthält. Darin findet sich eine oft wiedergegebene Darstellung des aristotelischen Weltbildes, das aber mit der christlichen Lehre in Einklang gebracht worden war. Zudem findet sich eine der frühesten Darstellungen des später nach Edmond Halley (1656-1742) benannten Kometen von 1456.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1482 wurde Schedel Mitglied des Größeren Rates der Stadt Nürnberg.

An ihn erinnert seit 1950 die Schedelstraße in Zerzabelshof. Sie ist eine Parallelstraße zur Regensburger Straße in der Nähe des Clubgeländes.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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