Paul Schuster

Nürnberger Uhrmachermeister.

* 06.11.1562? in Nürnberg ; † 13.04.1637 in Nürnberg

Lebenslauf:

Laut Taufbuch von St. Lorenz S. 25 (Scan 19 bei Archion) lassen Paul Schuster und seine Frau Judith am 6. November 1562 ein Kind auf den Namen Hans Paulus taufen. Vom Alter her passt dieser Eintrag zum Kleinuhrmacher Paul Schuster, der Vorname Hans taucht bei ihn allerdings nie auf. Deswegen ist die Angabe des Geburtsdatums fragwürdig.

Um das Sterbedatum von Schuster gab es einige Verwirrung: Pilz nennt den 13. April 1634, Grieb nennt den 22. August 1624 und widerspricht dabei Abeler, der den 13. April 1637 nennt. Davon, dass dieses Datum aber stimmt, kann man sich im Bestattungsregister von St. Lorenz für 1637-1667, S. 4 (Scan 67 bei Archion) überzeugen. Schuster wohnte damals "hinter dem Bergauer", also dem heutigen Oberen Bergauerplatz 4.

Wirken:

Paul Schuster stellte 1587 als sein Meisterstück eine 78 cm hohe und 36 cm breite astronomische Standuhr her. Sie wurde 1590 von Sophia von Brandenburg (1568-1622) erworben und ihrem Gatten, dem Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1586-1591) zu Weihnachten geschenkt. Er stellte die Uhr in die kurfürstliche Kunstkammer, um 1728 gelangte die Uhr dann in den Besitz des Mathematisch-Physikalischen Salons von Dresden. Mit der Uhr wurde der Gestirnlauf und der Wandel der Himmelssphären dargestellt.

Literatur:

Links:



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