Georg Karl von Seuffert

Nürnberger Jurist und Hobbyastronom.

* 15.10.1800 in Würzburg ; † 28.12.1870 in Nürnberg

Lebenslauf:

Georg Karl von Seuffert schloss 1823 sein juristisches Studium in Würzburg ab. 1826 wurde er Kreis- und Stadtgerichtsassessor in Schweinfurt, 1830 kam er in gleicher Stellung nach Würzburg. 1833 wurde er Rat, 1837 Direktor am Kreis- und Stadtgericht in Schweinfurt. 1843 kam er in dieser Funktion nach Nürnberg, wo er jedoch auf Misstrauen stieß, da er den Ideen der Revolution von 1848/49 offen gegenüberstand. 1853 wurde er seines Amtes enthoben und mit der Ausarbeitung einer neuen Zivilprozessordnung beauftragt. Im November 1855 wurde er rehabilitiert. 1857 wurde er zweiter Direktor am Appellationsgericht der Oberpfalz und von Regensburg, blieb aber in Nürnberg wohnen. 1860 wurde er Direktor am Gericht von Niederbayern in Passau, 1862 schließlich Präsident des neu eingerichteten Handelsappellationsgerichts der sieben diesrheinischen Kreise in Bayern.

Wirken:

Seuffert betrieb auch mathematische und astronomische Studien. 1857 brachte er eine Übersetzung einer Arbeit von d’Alembert (1717-1783) aus dem Jahre 1749 heraus, die sich mit der Präzissions- und Nutationsbewegung der Erdachse befasste.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1838 wurde Seuffert Ehrenbürger der Stadt Schweinfurt, 1857 der Stadt Nürnberg. 1864 erhielt er als königlich-bayerischen Verdienstorden das Komthurkreuz vom heiligen Michael. Im Nürnberger Ortsteil Steinbühl wurde eine Straße nahe der Christuskirche nach ihm benannt.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

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