Briefwechsel Georg Moritz Lowitz


Kurzinformation zum Brief  
Autor Deputation der Universität
Empfänger Protokoll
Ort Göttingen
Datum 27. Februar 1776
Signatur Universitätsarchiv Göttingen: D-33-22, Scan 2r-v
Transkription Hans Gaab, Fürth

Actum Göttingen in hiesi-
gen Zeughaus d. 27. Febr. 1776.

Nachdem mir von löbl. Univers. Deputation aufgetragen worden, die in den hiesigen Zeughause befindlichen Kästen des Professori Lowitz, welche mit dem Academischen Gerichts=Siegel belegt worden, zu eröfnen, hiezu auch mit dem Herrn Ober. Commissarius Meyenberg[1] der heutige Tag verabredet worden; so haben wir uns dato anhero verfüget und sind mit die versiegelten 15 Kästen von dem Mandatario der Mn Vandenhoeck[2], Ruprecht[3] gezeiget. Ich habe sodann dies Kasten in Gegenwart des Lowitzschen[4] Vormunds Stadt=Schreiber Werder[5] recognosciret und nachdem ich gefunden, daß verschiedene angelegte Siegel theils durch die Länge der Zeit theils durch Unachtsamkeit beschädiget worden, gleichwohl dem An=

[Bl. 2v]
schein nach keiner der Verschläge geöfnet gewesen, so habe ich die sämtl, vorgelegten Siegel abgenommen.

Actum ut supra

in fidem
FC Willich[6].


Fußnoten

  1. Georg Philipp Meyenberg (1732-1791) war Mitglied des Göttinger Magistrats und seit 1757 zweiter Stadtsekretär. Zu ihm siehe:
    Wähner, Andreas Georg: Tagebuch aus dem Siebenjährigen Krieg. Bearbeitet von Sigrid Dahmen. Göttingen: Universitätsverlag 2012, S. 268.
  2. Anna van den Hoeck geborene Perry (1709-1787), war die Witwe des Buchdruckers und Buchhändlers Abraham van den Hoeck (um 1700-1750). Sie wohnte in der heutigen Weender Straße 46, und damit unweit des Wohnhauses von Lowitz.
  3. Carl Friedrich Günther Ruprecht (06.01.1730-17.05.1816) war zuerst Lehrling in der Buchhandlung von Vandenhoeck und später Teilhabe.
  4. Tobias Lowitz (22.04.1757-07.12.1804) war das einzige überlebende Kind aus der zweiten Ehe von Lowitz.
  5. Beim Stadtschreiber Anton Friedrich Werder (1747-1810) fand am 26.03.1783 in seinem Haus in der Burgstraße am 26.03.1883 eine Bücherversteigerung stattfand. Werder war später Kämmerer von Göttingen.
  6. Friedrich Christoph Willich (30.04.1745-04.11.1827) war seit 1769 Privatdozent für Jura in Göttingen.


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