Michael Bauernfeind (Baurenfeind)

Nürnberger Rechenmeister.

* 23.11.1680 in Nürnberg ; †4.3.1753 in Nürnberg

Lebenslauf:

Georg Bauernfeind wurde am 7. Januar 1650 als Rechenmeister zugelassen, nachdem einige vorige Anträge abgewiesen worden waren. Er könnte der Vater von Jakob Bauernfeind gewesen sein, doch ist nichts näheres bekannt. 1696 wurde noch unter seinem Namen eine Schule hinter dem „Teutschen Hof“ verzeichnet, das ist die heutige Schlotfegergasse in der Nähe der Jakobskirche.

Jakob Bauernfeind erhielt 1685 kostenlos das Bürgerrecht in Nürnberg. Er war Schreib- und Rechenmeister sowie Organist in Poppenreuth. 1696 hatte er seine Schule in der Fischergasse in der Nähe des Hübnertors.

Dessen Sohn Michael ging bei dem Kantor von St. Lorenz Johann Carl Freund (1658-1732) in die Lehre. Später arbeitete er bei verschiedenen Stellen als Schreiber und begab sich schließlich zur Befriedigung seiner Reiselust in Kriegsdienste. So lernte er Frankreich, Holland, Dänemark und Deutschland kennen. Danach ließ er sich kurzzeitig in Frankfurt a.M. nieder, bevor er nach Nürnberg zurückkehrte. Hier arbeitete er als Notar in einer Kanzlei, wo er bis zum Registrator aufstieg. Daneben machte er sich aber auch einen Namen als Kalligraf. Johann Christoph Albrecht lernte bei ihm und sagte ihm nach, dass er alle Schönschreiber in Europa übertreffen würde. Michael Bauernfeind brachte 1709 eine Anweisung zu deutschen und lateinischen Schriften heraus, 1716 folgte die Vollkommene Wieder-Herstellüng der bißher sehr in Verfall gekommenen gründlich- und zierlichen Schreib-Kunst, die 1736 um einen zweiten Teil vermehrt neu aufgelegt wurde. U.a. findet sich darin eine ausführliche Anleitung zum Federschneiden. Für sein Werk hat er einige Kupferplatten selbst radiert und geätzt. Nach Will verfasste er 1737 auch ein Manuskript Propositiones und solutiones aus der Arithmetica literali zu Ehren der Herren Triumviren in Nürnberg.

Ausgewählte Werke:

Literatur:



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