Niklas und Johann Philipp Schmid

Nürnberger Rechenmeister.

Lebenslauf:

Niklas Schmid war Gehilfe in der Rechenschule von Ulrich Hoffmann (28.05.1610-22.09.1682). Dessen Tochter konnte den Verführungskünsten des Gehilfen nicht widerstehen, was nicht ohne Folgen blieb. Der erbitterte Vater warf daraufhin Schmid hinaus und wollte seine Tochter lieber in Unehren sehen als sie zu verheiraten, gab schließlich aber nach: Im Dezember 1655 fand die Hochzeit statt, im Januar wurde der Sohn Laurentius geboren. Um diese Zeit muss Schmid auch sein Examen als Rechenmeister abgelegt haben und konnte eine eigene Schule führen. 1657 wurde er bei der Geburt seines zweiten Kindes bereits als "Rechenmeister und Schulhalter" bezeichnet. 1659 war er im Übrigen Taufpate des vierten Sohnes des Schreib- und Rechenmeisters Johann Graf (?-09.07.1672).

1670 beschwerte er sich erfolglos über den Rechenmeister Michael Schwab (?-01.09.1705), der ihm mit seiner Schule zu nahe gerückt war. Er war vermutlich auch der Nicklaus Schmitt, der 1681 in der Judengasse die Nebenbehausung des "Huffeysenwirths" kaufte und hier trotz des Einspruches des Rechenmeisters Johann Christoph Müller (04.07.1654-?) seine Schule abhalten durfte. 1696 wurde seine Schule am Zottenberg verzeichnet, das ist die heutige Martin-Treu-Straße, die in unmittelbarer Nähe zur Judengasse liegt. Bei seinem Tod wird "am Heugäßlein gegen der gulden Kron über" als seine Adresse angegeben, womit ebenfalls der Zottenberg gemeint ist.

Sein Sohn Johann Philipp hat unmittelbar nach dem Tod des Vaters geheiratet und damit wohl dessen Schule übernommen. Er wurde nur 28 Jahre alt. Bei seinem Tod wohnte er ebenfalls am Zottenberg. Seine Witwe heiratete den Rechenmeister Jacob Andreas Hautsch (11.01.1680-16.10.1708), der damit wahrscheinlich die Schule übernahm.

Literatur:



Zurück zur alphabetischen Übersicht