Porträt von Ulrich Hofmann aus der HAB Wolfenbüttel. Für Bildrechte bitte dem Link folgen.

Ulrich Hoffmann

Nürnberger Rechenmeister.

* 28.05.1610 in Nürnberg ; † 22.09.1682 in Nürnberg

Lebenslauf:

Das Geburtsdatum von Ulrich Hoffmann ist durch zwei Gelegenheitsschriften anlässlich seines Todes gut belegt. In den Nürnberger Taufbüchern war er aber bislang nicht auffindbar, womit nicht geklärt werden kann, ob er mit dem Rechenmeister Georg Hoffmann (?-25.11.1626) verwandt war.

Nur 15 Jahre alt wurde Ulrich Hoffmann in Schönberg in der Nähe von Lauf an der Pegnitz Schreiber beim dortigen Oberamtmann. 1626 ging er ins oberpfälzische Auerbach, wo er beim Stadtschreiber als Gehilfe arbeitete. Zurück in Nürnberg arbeitete er bis 1629 bei dem Ratskonsulenten Georg Richter (1592-1651) als Schreibkraft. Danach diente er sechs Jahre lang bei Sebastian Kurz in dessen Schreib- und Rechenschule. 1634 konnte er seine eigene Schule in der Nähe der Lorenzkirche eröffnen. Als Ehemann der Tochter von Sebastian Kurz erbte er bei dessen Tod dessen Manuskripte. 1658 veröffentlichte er eine Arithmetica Practica, die 1680 vermehrt neu aufgelegt wurde. Er starb im September 1682 in Nürnberg. Bei seinem Tod soll er zahlreiche Manuskripte mit geometrischen und algebraischen Aufgaben hinterlassen haben, die der Sohn Berthold Ulrich erbte.

Niclas Schmid, einer der Mitarbeiter von Ulrich Hoffmann, schwängerte dessen Tochter Anna Magdalena, worauf Hoffmann Schmid erbost hinauswarf. Er ließ sich dann aber doch erweichen und die beiden heirateten am 20. Dezember 1655. Schmid konnte dann als Rechenmeister arbeiten.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1649 wurde Ulrich Hoffmann Genannter des Größeren Rats der Stadt Nürnberg.

Ausgewählte Werke:

Literatur:



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