Georg Andreas Böckler

Fränkischer Architekt und Ingenieur.

* um 1617 in Cronheim ; †21.2.1687 in Ansbach

Lebenslauf:

Böckler scheint um 1617 als Sohn des Pfarrers Johann Böckler in Cronheim, das heute ein Stadtteil von Gunzenhausen ist, geboren worden zu sein. Der Vater wurde 1628 im Zuge der Gegenreformation zum Amtsverzicht gezwungen, 1634 wurde er endgültig aus Cronheim vertrieben. Vermutlich hielt er sich danach bei seinem Sohn Johann Heinrich (1611-1672) in Straßburg auf, wohin ihn auch Georg Andreas begleitete.

1637 scheint sich Georg Andreas in Koblenz aufgehalten zu haben, 1641 dann in Breisach. Ungefähr von 1644 bis 1652 war er in Frankfurt a.M. angestellt. r scheint in Nürnberg mit Georg Philipp Harsdörffer (1607-1658) befreundet gewesen zu sein, denn dieser bat in einem Brief vom 14. Februar 1653 Athansius Kircher (1602-1680) in Rom darum, Böckler gastfreundlich aufzunehmen. Noch in diesem Jahr trat Böckler eine Stelle in Regensburg an. 1654 wechselte er nach Stuttgart, 1656 nach Heidelberg. Ca. 1660 scheint er sich wieder in Frankfurt a.M. aufgehalten zu haben. Von 1667 bis 1678 fand man ihn in Durlach.

Böckler arbeitete ab 1679 als Baumeister für den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. 1685 plante er die "Neue Auslage", eine Stadterweiterung zur Aufnahme von Hugenotten. Diese Pläne wurden aber nicht umgesetzt, da die Hugenotten in Schwabach und nicht in Ansbach angesiedelt wurden.

Wirken:

Von den Bauwerken Böcklers scheint sich kaum etwas erhalten zu haben. Er machte sich jedoch, wie Doppelmayrs in seiner Historischen Nachricht von 1730 schrieb, "wegen seiner guten Wissenschaft in Architectonicis und Mechanicis auch durch seine vielerley Wercke/ die zum Theil in Nürnberg zum Theil zu Franckfurt am Mayn ediret worden/ wohl bekandt." Tatsächlich erlebten viele seiner Bücher einige Neuauflagen.

Ausgewählte Werke:



Literatur:

Links:



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