Familie Düstau (Distau, Diestau)

Nürnberger Rechenmeister.

Lebenslauf:

Johann Sebastian Düstau wurde schon 1664 wegen seiner guten Handschrift vom Nürnberger Rat besonders gelobt, aber auch aufgefordert sich in Nürnberg einbürgern zu lassen. 1665 wurde er Bürger der Stadt Nürnberg, wobei er ein Vermögen von 100 Gulden angab. Er gründete im Viertel von St. Jakob eine Schreib- und Rechenschule, die von seiner Familie über Generationen hin betrieben wurde. Das Gleiche gilt für das Organistenamt in der Jakobskirche. Auf dem Rochusfriedhof ließ Düstau ein Familiengrab anlegen, dessen Grabstein die Aufschrift trägt: „Deß Erbarn und Kunstreichen Johann Sebastian Düstau, Schreib- und Rechenmeisters, und Frauen Anna Maria seiner Ehewürthin und ihrer beeder Leibs Erben Begräb“.

Bei den beiden Leibserben dürfte es sich um die Söhne Wolf Ludwig und Johann Christoph (1664-1718) handeln. Wolf Ludwig wurde Rechenmeister, Johann Christoph Flachmaler. 1696 hatte Wolf Ludwig seine Schule „auf der Walch“, das ist die heutige Färberstraße. 1704 legte er das Schulamt nieder, scheint es aber im folgenden Jahr wieder aufgenommen zu haben, denn er wurde ermahnt, dass er nicht gleichzeitig Schulmeister und Notar sein könne.

Bei dem deutlich jüngeren Bruder Christoph dürfte es sich um einen Sohn aus 2. Ehe handeln. Er wurde ebenfalls Schreib- und Rechenmeister. Er muss sehr angesehen gewesen sein, denn er wurde 1712 Mitglied des größeren Rats zu Nürnberg. Bei Gottlieb Düstau, der 1726 in den größeren Rat aufgenommen wurde, könnte es sich um seinen Sohn handeln.

Adam Wilhelm Düstau ist als Schreib- und Rechenmeister von 1792 bis 1820 nachweisbar. Seine Schule befand sich in der Neuen Gasse.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

Christoph Düstau wurde 1712 und Gottlieb Düstau 1733 Mitglied des Größeren Rates zu Nürnberg.

Literatur:



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