Porträt von Frauenholz aus dem Stadtarchiv Nürnberg: A 7/I Nr. 4614. Für Bildrechte bitte dem Link folgen.

Johann Friedrich Frauenholz

Nürnberger Kunsthändler mit zeitweisem Interesse an Globen.

* 04.11.1758 in Weißenkirchberg ; † 09.06.1822 in Nürnberg[1]

Lebenslauf:

Im Alter von elf Jahren kam Johan Friedrich Frauenholz zu seinem Onkel Christian Erdmann Frauenholz nach Nürnberg. Nach einer fünfjährigen Lehre in dessen Leinwandhandlung am Obstmarkt 1 ging er zur Vervollständigung seiner Berufskenntnisse für zwei Jahre nach Memmingen und danach noch eineinhalb Jahre nach Kaufbeuren. Nach Nürnberg zurückgekehrt arbeitete er zunächst für einige Jahre als Gehilfe in der Plattensteinerschen Großhandlung. 1783 erhielt er das Bürgerrecht zu Nürnberg. Vier Jahre später gründete er sein eigenes Geschäft. Allerdings wurde er nicht Leinwandhändler, sondern eröffnete eine Kunsthandlung am Obstmarkt 1. Seine Begeisterung für die Kunst drückt sich auch darin aus, dass er 1792 mit anderen den Nürnberger Verein für Künstler und Kunstfreunde gründete, aus dem später der Albrecht-Dürer-Verein hervorging. Aus seinem Verlag sollen zahlreiche Kupferstiche berühmter Künstler hervorgegangen sein. Er starb im Juni 1822 an den Folgen eines Schlaganfalls.

Wirken:

Auf den 32 cm-Globen von Johann Georg Klinger (1764-1806) findet sich der Name Frauenholz. Frauenholz und Klinger boten die Globen also zunächst gemeinsam zum Verkauf an.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1794 wurde Frauenholz Genannter des Größeren Rats der Stadt Nürnberg.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:


Fußnoten

  1. "Frauenholz Joh. Friedrich, Kunsthändler Ev., [Haus Nr.]S N 39a, verheirath., Schlag D Osterhausen, den 9 Junii [1822] vormittags 9 Uhr, den 13. Junij St. Joh. 64 Jahr", Bestattungen St. Sebald 1810-1826, S. 144 (Scan 173), Nr. 61.
  2. Zu Johann Albrecht Frauenholz siehe: Simon, Matthias: Ansbachisches Pfarrerbuch. Nürnberg 1957, S. 130, Eintrag 784.
  3. "Der Erb. u. Wohlf. Johann Friedrich Frauenholz, des Wohlerb. [...] Joh. Albrecht Frauenholz, Pfarrer u. Sen. der Leuterhaus. Cap. ehed. zu Prünst S. n. e. erz. S. Die Wohlerb. V. E. u. f. Tgdr. Jgfr. Albertina Maria Cathar. des Ehrb. [...] Johann Heinrich Häslein E. h. R. wohlverordneter Rugschreiber u. des Pegnesischen Blumenordens Mitglied E. erz. T. cop. ☽ d. 22. Aug. [1791] Halbvotiv Schießgraben", Trauungen St. Sebald 1755-1793 (Scan 542), S. 1038.
  4. "☽ d. 22. Oct. [1798] S. T. Frau Albertina Maria Caroline, des S. T. Johann Friedrich Frauenholz ehel. Haußfr. unterhalb der goldenen Gans", Bestattungen St. Sebald 1787-1803, S. 355 (Scan 220), Nr. 103.
  5. Zu Häslein siehe Grieb 2, 2007, S. 546.
  6. "den 27. Sept. [1818] Frauenholz, Johann Friedrich von Prunst 59 Jahre, Kunsthändler Ev., Nürnberg S N 39, Wittwer der Albert. Maria Carol. geb. Haesslein, Ammon Albertina Maria Rosina von hier 23 J., Wirths Tochter, Nürnberg S N 39, Johann Caspar Ammon, Anna Maria geb. Eger", Trauungen St. Sebald 1810-1836, S. 53 (Scan 80), Nr. 26.


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