Johann Georg Klinger

Bekanntester Globenhersteller Nürnbergs am Ende des 18. Jahrhunderts.

* 3.2.1764 in Nürnberg (Taufe) ; †2.2.1806 in Nürnberg

Lebenslauf:

Johann Georg Klinger war Zeichner, Kupferstecher, Kartograf und Verleger aus Nürnberg. Nach seinem Tod führte zunächst seine Witwe die Klingersche Kunsthandlung weiter. Der gemeinsame Sohn Ludwig Daniel Reichart (Reinhard?) (1802-1823) starb nur 21 Jahre alt geworden "an Brand". 1829 heiratet die Mutter den Drahtfabrikanten H. J. Hutzler, der aber am Verlag kein Interesse gehabt zu haben scheint. 1831 übernahm der Kupferstecher Johann Paul Dreykorn (1805-1875) das Geschäft. 1851 nahm Dreykorn Carl Casimir Abel (1804-?) mit in die Firma auf, die dann als „Abel-Klinger Kunsthandlung“ firmierte. Globen mit dieser Bezeichnung wurden noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts verkauft.

Wirken:

In Zusammenarbeit mit Johann Bernhard Bauer (1752-1839) brachte Klinger ab 1790 Globen in verschiedenen Sprachen und Durchmessern heraus. Dabei verbesserten sie zunächst nur die alten Globen von Johann Philipp Andreae (ca. 1700- nach 1759). 1790 und 1792 brachte Klinger jedoch eigene Globenpaare heraus, die 1803 und 1805 neu aufgelegt wurden. Bei den Erdgloben benützte er die Ergebnisse des englischen Weltumseglers James Cook (1728-1779). Auf den Himmelsgloben findet sich z.T. der Planet Uranus an der Stelle, an der ihn Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822) entdeckte. Auch verwendete er die Ergebnisse von Charles Messier (1730-1817). 1790 scheint Klinger seine Globen noch über den Kunsthändler Johann Friedrich Frauenholz (1758-1822) verkauft zu haben, doch wurden sie kurz darauf im eigenen Verlag angeboten.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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