Andreas Gundelfinger

Rechenmeister in Nürnberg und München.

†1605

Lebenslauf:

Johann Faulhaber (1580-1635) erinnerte sich in einem Brief von 1605 an einen Jörg Gundelfinger aus München, der ein algebraisches Problem „zu Nürnberg uff dem Markht auffgeschlagen“ haben soll. Nur zwei Wochen später schrieb er: „Der Andreas Gundelfinger Schuolhalter zu München (welcher Herrs Exempel soll aufgeschlagen haben) solle Todts verschieden sein, deß Seel Gott gnedig sey. Demnach scheint es sich bei Jörg und Andreas Gundelfinger um ein- und dieselbe Person zu handeln, die Schulmeister in Nürnberg und München war. Andreas Gundelfinger heiratete im Mai 1569, erst im folgenden August wurde er als Bürger der Stadt Nürnberg aufgenommen. Am 28. Juli 1580 wird seine (zweite?) Ehefrau Susanna beerdigt, die als Ehefrau des Rechenmeisters Andreas Gundelfinger „am Allten Milchmarckt“ bezeichnet wird. In den Beständen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg hat sich ein von Andreas Gundelfinger entworfener Einblattdruck erhalten, der die Nürnberger Läutetafeln nach der großen und kleinen Uhr zeigt (HB 25495 Kapsel 1197a). Er wird auf 1567/1600 datiert. 1572 überreichte er dem Rat eine selbstgefertigte kunstvolle Uhr mit Schlagwerk, wofür ihm ein Gulden verehrt wurde. Die Uhr scheint sich nicht erhalten zu haben.

Literatur:

Links:



Zurück zur alphabetischen Übersicht