Wolfgang (Wolff) Hobel

Nürnberger Rechenmeister aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Lebenslauf:

Nach Doppelmayr war Wolff Hobel ein bei Johann Neudörfer d.Ä. (1497-1563) ausgebildeter Rechenmeister, der nach Schweinfurt auswanderte. Er veröffentlichte 1563 Ein nützlich Rechenbüchlein in Nürnberg, das sich in den Beständen der Universitätsbibliothek Leipzig erhalten hat (Math. 862). Auf dem Titelblatt bezeichnete er sich als „Rechenmeyster der hochlöblichen Reichsstat Nürnberg“. Seine Schule stand in der Bindergasse. Der Ulmer Mathematiker Johann Faulhaber (1580-1635) gab 1614 einen Newen Arithmetischen Wegweyser heraus. Darin zählte er die Autoren auf, aus deren Büchern er seinen Wegweiser extrahiert hatte. Wolff Hobel bezeichnete er darin ebenfalls als Rechenmeister zu Nürnberg, vor dem er anscheinend große Achtung hatte. Hobel scheint also mindestens einige Zeit Rechenmeister in Nürnberg gewesen zu sein, bevor er nach Schweinfurt abwanderte.

Ausgewählte Werke:

Literatur:



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