Johann Hoffmann

Nürnberger Kupferstecher und Kartenverleger.

* 17.3.1629 in Frankenberg in Sachsen ; †27.3.1698 in Nürnberg

Lebenslauf:

Johann Hoffman kam 1655 nach Nürnberg, wo er sich als Kunsthändler niederließ. Er ließ vielfach Schriften anderer nachdrucken, worüber er den Ruf eines „Nachdruckers übelster Sorte“ erhielt. In seinem Verlag kamen zahlreiche Einblattdrucke heraus, worunter sich auch Darstellungen der Kometen von 1664/5 und 1680 befanden. Mit solchen sogenannten Bilderbögen stand er in Konkurrenz zum Verlag von Paul Fürst (1608-1666). Er scheint dabei gut verdient zu haben. Er war auch Kartenverleger. 1674 legte er dem Rat eine Karte des Nürnberger Gebiets vor, 1677 eine Karte des fränkischen Kreises, die der Kupferstecher Blasius Recknagel (1648-1679) für ihn nach einer älteren Vorlage gestochen hatte. Auch kam bei ihm eine Ansicht der Stadt Wien sowie Karten des Bistums Würzburg, des Rheinstroms, von Polen und dem Elsass heraus. Zu Beginn der siebziger Jahre schaltete sich Hoffmann auch ins Kalendergeschäft ein, wobei seine Ausgaben oft reißerische Titel wie „Traum-Kalender, Weiber-, Regenten-, Speis- und Keller-, Zeitvertreibungs-, Natur- und Wunder- sowie Zuckerbäckerei-Kalender“ hatten. Diese Kalender wurden von verschiedenen Druckern hergestellt. Nach seinem Tod wurde sein Geschäft von seinem Schwiegersohn Engelbert Streck (1673-1708) weitergeführt.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

Johann Hoffman wurde 1675 Mitglied des Größeren Rates der Stadt Nürnberg.

Literatur:

Links:



Zurück zur alphabetischen Übersicht