Paul Fürst

Nürnberger Kunst- und Buchhändler.

* 7.2.1608 in Nürnberg (Taufe) ; †11.9.1666 in Nürnberg (Beerdigung)

Lebenslauf:

Durch Einheirat erbte Paul Fürst 1637 das Geschäft des Kunsthändlers Caymox, das er unter eigenem Namen weiterführte. Er brachte hauptsächlich Bilderbögen und Flugschriften heraus, so dass er als „Bildermann“ bekannt wurde. Daneben brachte er zahlreiche Kupferstichwerke heraus. Paul Fürst starb 1666 durch Selbstmord. Bis 1703/04 wurde seine Handlung als „Paul Fürst Wittib und Erben“ weitergeführt.

Wirken:

Paul Fürst brachte um die Mitte des 17. Jahrhunderts Neuauflagen der Globusstreifen von Johannes Oterschaden (tätig Ende des 16. Jahrhunderts) und von Isaac Habrecht (1589-1633) heraus. In seinem Verlag erschien auch die Nützliche Bau- und Wasserkunst des Georg Andreas Böckler (um 1617-1687), die von Johann Christoph Sturm (1635-1703) ins Lateinische übersetzt wurde. 1666 erschien Isaak Habrechts Planiglobium Coeleste et Terreste, das von Sturm das von Sturm „verteutschet / verbessert / vermehret und allgemeiner herausgegeben“ wurde. Im Verlag von Fürsts Erben erschienen auch die Archimedesausgaben von Sturm sowie dessen Bücher zur Sonnenuhrkunde.

Literatur:

Links:



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