Johann und Christoph Sigmund Leiß

Nürnberger Rechenmeister.

Lebenslauf:

1654 heiratete Johann Leiß Magdalena, die hinterlassene Tochter von Joachim Schramm in 2. Ehe. 1658 wurde er von Amts wegen als Visierer (Eichmeister) bestellt. Er war der letzte Rechenmeister, der zugleich dieses Amt ausfüllte. Entsprechend wurde er bei seinem Tod im Juni 1669 als "Rechenmeister und Visierer" bezeichnet. Damals wohnte er "in der Neuen Gaßen, am Spittal Kirch Hoff". Nach dem Sterberegister von Wöhrd war er bei seinem Tod 60 Jahre und 41 Wochen alt und muss somit im August 1608 geboren worden sein.

Schultheiß erwähnt für 1696 die Rechenschule von Christoph Friedrich Leiß am Fischbach nachweisbar, das ist die heutige Karolinenstraße. Ein Christoph Friedrich Leiß ist nicht nachweisbar, sehr wohl aber ist der Sohn Christoph Sigmund Leiß durch die Einträge in den Taufbüchern als Schreib- und Rechenmeister nachweisbar. Vermutlich handelt es sich bei Schultheiß um eine Verwechslung.

Literatur:


Fußnoten

  1. "2. [Juni 1669] Johann Leiß, Rechenmeister und Visirer, aet. 60 Jahr, 41 Wochen" (Bestattungen Wöhrd St. Bartholomäus 1632-1742, Bl. 62r).
    "☿ den 2 Junij [1669] Der Erb. und Kunstreich Johann Leiß, Schreib und Rechenmeister auch wolverordneter Visierer in den Neuen Gaßen am Spittal Kirchhoff" (Bestattungen St. Sebald 1668-1678, S. 65, Eintrag 99).
  2. "♀ 11. dito [November 1653] Die tugendsame Fr. Magdalena, des Erbarn und Kunstreichen Johann Leyßen, Schreib= und Rechenmeisters Eheweib in der Neuen Gaßen beym Spittal Kirchhoff" (Bestattungen St. Sebald 1644-1654, Bl. 201r).
  3. "Der Erbar und kunstr. Johann Leiß Rechenmeister: die tugendsame J. Magdalena, des Erb. und kunstr. Joachim Schrammen, Rechenmeisters und E. H. L. Raths allhir geschworenen Visierers s. hinterl. tochter. Ao. 1654. ♂ den 16. Maÿ alß eine Chorhochzeit privatim copulirt (Trauungen St. Sebald 1641-1663, Bl. 236r).


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