Konrad und Tobias Littmann

Nürnberger Rechenmeister.

Lebenslauf:

Bei seinem Tod wurde Tobias Littmann als Schreib- und Rechenmeister bezeichnet. Er wohnte damals "beim blauen Hoff", also in der heutigen Plobenhofstraße.

Konrad Littmann wurde am 11. Mai 1661 als Rechenmeister zugelassen. 1678 erwarb er ein Haus in der Beckschlagergasse in der Nähe des Laufer Turms. Der Kaufpreis betrug 1000 Gulden, wovon er 600 bar bezahlen konnte. Hier wohnte er noch bei seinem Tod. Konrad Littmanns Ehe wurde 1685 geschieden. Er scheint in einem bescheidenen Wohlstand gelebt zu haben.

Sein Sohn Tobias wurde ebenfalls Schreib- und Rechenmeister, starb aber früh mit 32 Jahren. Seine Tochter Ursula Maria heiratete 5 Monate nach dem Tod des Vaters Georg Christoph Hoffmann (10.02.1686-29.06.1708), der damit dessen Rechenschule erbte. Hoffmann starb aber bereits im folgenden Jahr. Wirtschaftlich ging es mit der Familie bergab, denn die Tochter Catharina Barbara starb ca. 1727 in der Elendgaß (heute: Rosental) und wurde als "unbesungene Leiche" beerdigt.

Ausgewählte Werke:

Literatur:


Fußnoten

  1. "♀ d: 20: Maij: [1707] Der Erbar und kunstreiche Conrad Littmann [...] ältester Schreib und Rechenmeister auff dem Lauffer Platz" (Bestattungen St. Sebald 1700-1710, S. 297).
  2. "Conrad Littman, Teutscher Schul und Rechenmeister, Georg Littmans - Burgers und Büttners von Lauff Seel. hinderl. Sohn. Jfr. Anna Barbara, Georg Nüßels, Hutmachers Ehel. Tochter. ☿ 3. Julij [1661] Choro" (Trauungen St. Lorenz 1609-1663, S. 179).
  3. "9. dito [Februar 1685] Der Erbar und kunstreich. Conrad Littmann, Schreib= und Rechenmeister, die Erbar und Tugendsame J: Margareta, des Erbarn und Wolgelehrten Johann Christoph Eberlein, Notar. Caesar. Publ. und unter den Löbl. Burgerscharen bestellten Lieutnants, Seel. Ehel. nachgel. Tochter. Im Pfarrhof, Chorhochzeit" (Trauungen St. Lorenz 1664-1736, S. 408).


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