"Mossner sulpsit"
Inschrift des Erdglobus von Sotzmann, gestochen von Mossner. Deutsches Museum, München: Inv.Nr. 1868.

Johann Michael Mossner

Nürnberger Kupferstecher.

* 27.07.1771 in Nürnberg[1] ; † 02.10.1831 in Nürnberg[2]

Lebenslauf:

Johann Michael Mossner hat bereits 1808 für Johann Georg Franz (1775-1836) den Erdglobus gestochen, der nach den Angaben des Berliner Kartografen Daniel Friedrich Sotzmann (1754-1840) gefertigt wurde. Einer dieser Globen hat sich in den Beständen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg erhalten (WI 222). Im Folgenden hat Mossner zahlreiche geographische Karten für Sotzmann gestochen.

Bei seiner Hochzeit wurde Mossner als "Kupferstecher in Gostenhof" bezeichnet, bei seinem Tod als "geographischer Kupfer und Schriftstecher". Damals wohnte er im Haus L 235, das ist das heute so nicht mehr existierende Haus an der Ecke zwischen der Mühlgasse und der Hinteren Ledergasse. Mossner starb an "Zahnfieber".

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:


Fußnoten

  1. "Moßner Johann Conrad, Schneider in Gostenh., Juliana Maria, Johann Michael [...] 28. Julii [1771]" (Taufen St. Lorenz 1766-1777, S. 361).
  2. "Mossner Johann Michael, geographischer Kupfer- und Schriftstecher, [Haus Nr.] 233, Ehemann Dr. Osterhausen, d. zweiten Oct. f. 1 Uhr, 5 Rochus, 61 Jahre" (Bestattungen St. Jakob 1831-1838, S. 21, Nr. 204).
  3. "Moßner Johann Conrad, Schneider evangl. R., Nürnberg N 235, Wittwer, Alters Schwäche Dr. Osterhausen, ♃ d. 16. Aug. früh 5 Uhr 1810, ☉ den 19. Aug. Rochus, 77 Jahr" (Bestattungen St. Jakob 1810-1821, S. 5, Nr. 67).
  4. "☉ d. 5. Augusti [1798] Sonntag, den fünften Augusti wurde der Ehrbar und kunstberühmte Johann Michael Moßner, Kupferstecher in Gostenhof, des Ehrbarn und Achtbarn Johann Conrad Moßner, burgers und Schneidermeisters daselbst ehelicher jüngster Sohn, mit der Ehrbar Viel Ehr u. Tugendreichen Jungfer Maria Magdalena Lufftin, meine, des ehemaligen Pfarrers beÿ St. Leonhard, Andreas Georg Lufft, eheliche jüngste Tochter, nach der in der Stadt 2mal u. beÿ St. Leonhard dreymal geschehenen gewöhnl. Verkündigung und von St. Lorenzen aus erhaltenen Ledigung, von mir, dem Braut Vattern, in aedibus meis copulirt u. zum Ehestand eingefeyert. Justis waren des Sponsis Vatter u. älterer noch lediger Bruder Philipp Heinrich Moßner, Kupferstecher in Gostenhof, u. der Braut Mutter u. Schwester, als meine Gattin, Clara Susanna Lufftin, u. Tochter Catharina Sÿbilla Lufftin. Sponsus ist geboren zu Gostenhof. 1771. d. 27. Juli Sponsa in Heroldsberg 1770 d. 15 Januarij.
    Not. Diese Copulation, so in aller Betracht nach St. Lorenzen gehörte, hat mir Hl. Schaffer Rinder bloß auf mein Bitten, nach bezahlten Stol-Gebühren [Pfarrgebühren] einer Frühmeß-Copulation mit 6 fl. 54 Kr. u. 36 Kz. für den Schein aus freundschaftlicher Gefälligkeit herausgelassen" (Trauungen St. Leonhard 1775-1804, S. 586f., Nr. 30).
    "Der Erbar und ksber. Johann Michael Mosner, Kupferstecher in Gostenhof; des Ehrs. Johann Conrad Mosner, Schneidermeister daselbst E. S. Die WohlErb. Viel Ehr u. tugendr. Jfr. Maria Magd. des Ehrw. Vorachtb. u: wohlgel. Herrn: Andreas Georg Lufft, wohlverordn. Pfarrers beÿ St. Leonhard E. E. T. cop. beÿ St. Leonhard" (Trauungen St. Lorenz 1790-1810, S. 135, Nr. 106).
  5. "☽. d. 15. Jan. [1770] hat mich Andreas Georg Lufft, derzeitiger Pfarrer allhier, meine liebe Ehefrau, Clara Susanna, eine gebohrne Oßwaldin, durch glückliche Geburt wohlgestalteter Zwillings-Töchterlein erfreuet. Die erste war geboren früh ¼ nach 5. Uhr, die ander ¼ nach 7 Uhr; des folgenden Tags wurden sie durch Tit. Salv. Herrn Andreas Streicher, Pfarrer zu Kalchreuth, gleich nach 11. Uhr Mittags in meinem Hause getaufft. Die beÿden erbettenen Frauen Gevattern waren die beÿden Frau Großmütter neml. die ältere wurde vertretten beÿ der H. Taufe von der Ehrbar Viel Ehr- und Tugendreichen Catharina Sÿbilla, des weÿland wohlerwürdig Vorachtbar und wolgelehrten Herrn Friedrich Matthäus Lufft, vordersten Caplan im Hofmarck Fürth, Seel. nachgelassene Wittib, die Jünger von der Erbar-Viel-Ehr u. Tugendreichen Frauen Maria Magdalena, des weÿland wohlehrwürdig Vorachtbar u. wolgelehrten Herrn M. Johann Oßwald, bestverdienten Pfarres zu Lohnerstadt seel. nachgelassener Wittib. Von welchen die älter auf Catharina Sybilla, die Jüngere aber Maria Magdalena getaufft und genannt worden.
    Gott erhalte sie in der erhaltenen Tauf-Gnade! (Taufen Nürnberg-Heroldsberg 1710-1787, 1770, Nr. 1 und 2).
  6. "Mossner Maria Magdalena geb. Lufft Pfarrerstocher, Wittwe des Kupferstechers Johann Michael Mossner, [Haus Nr.] 233, Wittwe, Entkräftung Dr. Göschel, zehnten Octob. [1838] nachts 11 U, 14 Johannis, 68 Jahr" (Bestattungen St. Jakob 1838-1842, S. 9, Nr. 225).
  7. Zu Andreas Georg Luft siehe: Simon, Matthias: Nürnbergisches Pfarrebuch. Nürnberg 1965, S. 138f., Eintrag 821.


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