Familie Port

Nürnberger Rechenmeisterfamilie im 18. Jahrhundert.

Lebenslauf:

Johann Christoph Port heiratete 1667 Anna Maria Bezzel, die Witwe (nicht, wie im Kirchenbuch eingetragen die Tochter) des früh verstorbenen Rechenmeister Georg Christoph Bezzel. Nachdem er in diesem Jahr seine eigene Schule aufmachte, hat Port wahrscheinlich dessen Schule übernommen. 1817 konnte er das 50-jährige Bestehen seiner Schule feiern, seine Kinder und 24 Enkel verfassten dazu eine kleine Schrift (Stadtarchiv Nürnberg: A 31 Nr. 635 / 2). Port starb zwei Jahre später.

Sein Sohn Christoph Andreas bewohnte bei seinem Tod das Haus L 530b, das ist eine heute so nicht mehr existierende Adresse in der Pfannenschmiedsgasse. Dabei wurde er als Oberlehrer der Mädchenschule zu St. Jacob bezeichnet. Sein Sohn Johann Christoph Andreas starb 1822 an einem "Schlagfluß". Er wurde als "Schulverweser" bezeichnet und wohnte noch in seinem Elternhaus.

Gottlieb Andreas Port arbeitete seit 1804 an der Mädchenzahlschule. Er erhielt 1815(?) eine geringfügige Strafe, da er nicht zu einem Fortbildungskurs gekommen war. Er entschuldigte sich damit, dass er keine Zeit gehabt hätte, da er nachmittags Schule halten müsse. Er hatte eine 15-köpfige Familie zu ernähren und konnte sich keine großen Ausfälle leisten. Er scheint also noch nebenbei Unterricht gegeben zu haben.

Port starb an Entkräftigung. Bei der Geburt seiner zweiten Tochter wurde er als "Arithmeticus" bezeichnet und bewohnte das Haus S 209, das ist heute die Weißgerbergasse 14. Nach Schultheiß hielt er in diesem Haus seinen Unterricht ab. Bei seinem Tod wurde er als Lehrer an der Oberklasse der Mädchenzahlschule in der Sebalder Sterngaß bezeichnet. Er bewohnte damals das Haus S 886, das am Fünferplatz direkt hinter dem Rathaus lag. Er hinterließ 9 minderjährige Kinder.

Literatur:



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