Marx Praun

Nürnberger Rechenmeister mit zweifelhaftem Lebenswandel.

†18.1.1608 in Nürnberg

Lebenslauf:

1562 kauften Marx und Christina Praun ein Haus am Grasberg (die heute Mühlgasse nahe des Unschlittplatzes) um 600 Gulden, wobei sie 350 bar bezahlen könnten. Wohl um den Restbetrag abzahlen zu können, nehmen sie bei dem Händler Hieronymus Petz (?-1565) wenige Monat später eine Hypothek auf. Im Oktober 1564 verkaufen sie das Haus wieder um 600 Gulden. 1579 lieh Marx Praun dem Jörg Herdegen (?-1581) als Vormund seiner Stieftochter Susanna Jaeger zinslos 76 Gulden. Im folgenden Jahr wurde er in deren Haus bei der Unzucht mit der Stieftochter erwischt und der Stadt verwiesen. 1585 lässt ihm der Rat mitteilen, er brauche sich keine Gedanken darüber zu machen, jemals wieder Nürnberg zu betreten. Erst 1587 wird er auf Intervention des Österreichischen Erzherzogs Maximilian (1558-1618) begnadigt. Beim Tod der Ehefrau Christina 1592 wohnen die beiden in der Vorderen Ledergasse. Bei seinem eigenen Tod wohnte Marx Praun neben der Gaststätte zum Roten Ochsen in der äußeren Laufer Gasse.

Literatur:



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