Karl Georg Christian von Staudt

Mathematikprofessor in Erlangen, der zwischenzeitlich in Nürnberg lehrte.

* 24.1.1798 in Rothenburg ; †1.6.1867 in Erlangen

Lebenslauf:

Von 1804 bis 1813 durchlief Staudt die Rothenburger Lateinschule, anschließend besuchte er bis 1817 das Ansbacher Gymnasium. Ab Sommersemester 1819 studierte er Mathematik in Göttingen, wo er in näheren Kontakt zu Carl Friedrich Gauß (1777-1855) kam. 1822/23 legte er das Examen für das Lehramt an Gymnasien in München ab.

1822 wurde er Professor für Mathematik an der Studienanstalt in Würzburg, zwei Jahre später wurde er zugleich Privatdozent für Mathematik. Unzufrieden mit der Situation in Würzburg, wechselte er am 25. Oktober 1827 als Professor an das Gymnasium in Nürnberg, zugleich wurde er Professor an der polytechnischen Schule. In dieser Zeit wohnte er am Münzplatz 6. Ab 23. August 1835 wurde er ordentlicher Professor für Mathematik in Erlangen, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. In Nürnberg wurde Lorenz Woeckel (1807-1849) sein Nachfolger.

In Erlangen wohnte Staudt in der Oberen Karlstraße 14, wo 1947 eine Ehrentafel angebracht wurde.

Wirken:

Staudt wirkte vor allem durch seine Lehrtätigkeit und seine Lehrbücher. Bekannt wurde vor allem sein Band Geometrie der Lage, mit dem er versuchte Geometrie ohne metrische Größen zu betreiben.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1863 wurde Staudt Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie der Physikalisch-medicinischen Sozietät in Erlangen. Er erhielt auch den bayerischen Verdienstorden 1. Klasse. In Erlangen wurde die Staudtstraße am Südgelände der Universität nach ihm benannt.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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