Johann Tischberger

Nürnberger Schreib- und Rechenmeister.

* 26.12.1715 in Nürnberg ; † 19.06.1793 in Nürnberg

Lebenslauf:

Von Johann Tischberger existiert das gezeigte Portrait, auf dem er als "Schreib- und Rechenmeister in Nürnberg" bezeichnet wird. Das Portät stammt von seinem Sohn Wolfgang Paul, der ebenfalls Schreib- und Rechenmeister wurde. Der Vater muss sehr angesehen gewesen sein, da er 1762 Mitglied des größeren Rates der Stadt Nürnberg wurde. Er wohnte in der Klaragasse, wo auch seine Schule stand. Beim Porträt des Sohnes wird der 27.06.1793 als Todesdatum angegeben, im Sebalder Kirchenbuch steht aber der 19.06.1793 als Tag der Beerdigung.

Er besaß auch eine Sammlung von mathematischen und physikalischen Instrumenten, die er im Unterricht verwendete. Seinen "Apparat zur Elektrizität" dürfte er allerdings nur für eigene Studien verwendet haben. Er beschäftigte sich auch intensiv mit Sonnenuhren. Nach einem eigenen Verzeichnis will er zehn Sonnenuhren hergestellt haben, auch soll er eine Sonnenuhr aus Marmor bis nach Stockholm verkauft haben. Das Stadtarchiv Nürnberg (A 4/I Nr. 76) besitzt auch eine kolorierte Tuschezeichnung Tischbergers über den "Teufels-Garten hinter dem Gleishamer liegend". Die Zeichnung dürfte im Auftrag seines ersten Schwiegervaters angefertigt worden sein.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1762 wurde Johann Tischberger in den Größeren Rat der Stadt Nürnberg aufgenommen.

Literatur:



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