(Familie) Trexel

Nürnberger Künstlerfamilie mit Ambitionen in der Kartografie.

Lebenslauf:

Über die Ausbildung von Wolf Trexel zum Flachmaler ist nichts bekannt. Im Dezember 1604 wurde er Meister. 1627 wurde er zum Vorgeher der Maler gewählt. Ab 1632 war er auch als Visierer tätig. Beim Tod des Vaters im Juli 1644 lebten die beiden Zwillingssöhne Hans und Paul noch im Elternhaus in der Mohrengasse. Paul Trexel hatte 1619 eine Lehre bei dem Flachmaler Leonhard Heberlein (1584-1656) begonnen, während der Bruder Hans vom Vater ausgebildet wurde. 1635 wurde Hans Visierer der Stadt Nürnberg. Hans starb im August 1658 unverheiratet in Nürnberg, über das Schicksal des Bruders Paul ist nach 1644 nichts bekannt.

Johann Martin Trexels Großvater könnte ein Bruder von Wolf Trexel gewesen sein, jedenfalls gehörte er zur Verwandtschaft. Nach seiner Schulausbildung in Nürnberg studierte er ab 1681 in Jena Jura. Im folgenden Jahr bereiste er zahlreiche sächsische Orte und hielt sich längere Zeit in Königsberg auf. 1684 kehrte er nach Jena zurück. Erst 1698 (1689?) soll er Doktor der Rechte geworden sein und in das Kollegium der Advokaten zu Nürnberg aufgenommen worden sein. Er starb im Februar 1735 an einem Schlaganfall.

Wirken:

Bereits der Vater Wolf Trexel arbeitete als Geometer. Von ihm stammt eine Abbildung des Schloss Almoshof bei Nürnberg. 1613 und 1628 fertigte er einen Wahren und Gründlichen Abrieß deß Rothenbergischen Fraißbezircks an, der die Gegend zwischen Eckenhaid und Neunkirchen am Sand in Steilaufsicht zeigt. Die Zwillingsbrüdern Trexel zeichneten 1634 einen Wahren geometrischen Grundriss des Lagers von Wallenstein (1583-1634), das er am 7. Juli 1632 nahe Zirndorf aufgeschlagen hatten. Dieser Grundriss hat sich im Staatsarchiv Nürnberg erhalten. Von Hans Trexel stellte 1641 die Ortsflur von Schönfeld östlich von Gräfenberg dar sowie 1655 die Wiesen bei Obergalgenhof bzw. Glockenhof südlich von Nürnberg.

Von Johann Martin Trexel stammt eine Beschreibung des Nürnberger Johannesfriedhofs. Zudem schrieb er zu den Altdorfer Prospekten von Johann Georg Puschner (1680-1749) ein Vorwort.

Literatur:



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