Johann Georg Puschner d. Ä.

Kupferstecher und Mitarbeiter an den Doppelmayrgloben.

* 12.7.1680 in Nürnberg (Taufe) ; †21.4.1749 in Nürnberg (Beerdigung)

Lebenslauf:

Johann Georg Puschner wurde ca. 1705 als Kupferstecher ins Meisterbuch der Stadt Nürnberg eingeschrieben. Er hatte seine Werkstatt in der Lottergasse, das ist die heutige Ottostraße. Bekannt wurde er vor allem durch seine Ansichten der Universität Altdorf wie auch durch seine Schilderungen des studentischen Lebens in Altdorf.

Einer seiner Söhne trug ebenfalls den Namen Johann Georg und wurde wie sein Vater Kupferstecher. Deshalb ist bei den Werken nicht immer eindeutig zu entscheiden, ob sie dem Vater oder dem Sohn zuzuordnen sind.

Wirken:

Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) gab ab 1728 Erd- und Himmelsgloben heraus, deren Kartenbild von Johann Georg Puschner gestochen wurde. Die Pariser Galerie Kugel besitzt einen mit Goldbronze überzogenen Erdglobus von 1730. Er wurde nur von Puschner signiert, nicht von Doppelmayr. Er ist aber vom Kartenbild her mit dem Doppelmayrglobus weitgehend identisch.

Von 1714 stammt eine von ihm gestochene Ansicht der Universitätsstadt Altdorf. Dabei handelt es sich um den 1638 von Abdias Trew (1597-1669) herausgebrachten Stadtplan, den Puschner überarbeitete. So ist z.B. die neue Sternwarte auf dem Kollegiengebäude zu sehen, die erst 1713 eingeweiht wurde. Von Puschner stammen auch zahlreiche Ansichten der Nürnberger Landschaft. 1722 hielt sich Samuel Mikoviny (1700-1750) für sechs Monate in Nürnberg auf, um bei Puschner das Kupferstechen zu lernen. Mikoviny wurde einer der wichtigsten Kartografen Ungarns.

Ausgewählte Werke:


Werke mit Kupferstichen von Puschner
Porträts
Karten
Weitere Kupferstiche
Briefe

Literatur:

Links:



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