Lukas Brunn

Mathematiker, Astronom und Instrumentenbauer, der kurzfristig in Nürnberg lebte

* um 1572 in Annaberg bei Sachsen ; †1.1.1628 in Dresden

Lebenslauf:

Lukas Brunn wurde in Annaberg von Abraham Riese (1533-1604), einem Sohn von Adam Riese (1492-1559) unterrichtet. Von 1598 bis 1601 studierte er in Leipzig, wo er auch Magister wurde. Um 1607 studierte er in Altdorf unter Anleitung von Johann Praetorius (1537-1616). 1612 hielt er sich für einige Zeit bei Johann Hauer (1586-1660) in Nürnberg auf, der sich auf seine Veranlassung hin mit dem Schleifen von Linsen befasst haben soll, die in einer Camera obscura verwendet wurden. 1619 wurde er Inspektor der Kunstkammer in Dresden. Hier starb er nach Doppelmayr 1640, laut Zinner aber bereits im Januar 1628.

Wirken:

Noch in Nürnberg brachte Brunn 1615 ein Buch zur Perspektive heraus. 1625 folgte eine Ausgabe der Elemente des Euklid. Er beschäftigte sich aber auch intensiv mit dem Instrumentenbau und er gilt als Erfinder des Schraubenmikrometers zur Messung kleiner Größen. Auch erfand er ein Feldmessgerät. Eine Rechenschiene mit Schraubenmikrometer sowie ein Proportionalgerät haben sich in Dresden erhalten.

Ausgewählte Werke:

Literatur:



Zurück zur alphabetischen Übersicht