Johann Andreas Dümler

Kunstschreiner und Schnitzer aus Nürnberg.

* 29.12.1650 Hersbruck[1] ; † 06.01.1723 Nürnberg[2]

Lebenslauf:

Dümler absolvierte von 1666 bis 1669 eine Lehre beim Schreiner Konrad Ritz in Nürnberg. Danach ging er auf Wanderschaft, 1677 ließ er sich endgültig in Nürnberg nieder. Er beschäftigte sich intensiv mit Mathematik, die er sich von Georg Christian Gorck (1615-1687) beibringen ließ.

Bei seinem Tod wohnte er "in der neuen Gaß am Spitalkirchhof", also in der Neuen Gasse in der Nähe des heutigen Hans-Sachs-Platzes.

Wirken:

Dümler war wohl vor allem dafür bekannt, dass er viele geometrische Messtischlein nach Johann Praetorius (1537-1616) herstellte. Daneben führte Doppelmayr auf "allerhand Scalas und Sonnen=Uhren auf Buchsbaum und Helfenbein, ferner große Zirckel, Winckel-Maaße, Parallel-Lineale, auch Proportional-Zirckel aus hartem Holz". Von den Geräten Dümlers hat sich nichts erhalten.

Literatur:


Fußnoten

  1. "30. [Dezember 1650] Hl. Georg Sigmund Dümler, Maria Magdalena uxor, [...] Hannß" (Taufen Hersbruck 1577-1690, S. 420).
  2. "♃ d. 10. Jun. [1723] Der Erb. u. kunstberühmte Johann Andreas Dümler in der neuen Gaß am Spitalkirchhof" (Bestattungen St. Sebald 1721-1732, S. 98).
  3. Zu Georg Siegmund Dümler siehe Simon 1965, S. 51, Eintrag 259.
  4. "♀ d. 6. d. [Februar 1728] Die Erb. u. Ehrn tgds. Fr. Maria Rosina, des Erb. u. Fürn. Joh. Andr. Dümler S. n. W. in der Neuen Gaß, am Spital Kirchhof" (Bestattungen St. Sebald 1721-1732, S. 315).


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