Phillip Eckebrecht

Nürnberger Kaufmann und Liebhaberastronom.

* 11.2.1594 in Nürnberg ; †5.3.1667 in Nürnberg

Lebenslauf:

Philipp Eckebrecht war Kaufmann in Nürnberg, wobei er seine freien Stunden der Astronomie widmete.

Wirken:

1618 verfasste Eckebrecht ein Manuskript zum damaligen Kometen. Das Manuskript kam in die Staatsbibliothek zu Berlin, zählt jedoch leider zu den Kriegsverlusten. Eckebrecht war ein Briefpartner von Johannes Kepler (1571-1630), der 1625 und 1626 bei seinen Aufenthalten in Nürnberg bei ihm wohnte. Zum Stechen der Weltkarte von Kepler vermittelte ihm Eckebrecht die Dienste des Nürnberger Kupferstechers Johann Philipp Walch (um 1587-1631). Allerdings erschien diese Karte erst 1630 kurz nach Keplers Tod. Auch sorgte Eckebrecht dafür, dass 1625 die Schrift Gründliche Widerlegung der PositionCirckel von Simon Marius (1573-1624) erschien. Er übersandte sie dazu an Daniel Mögling (1596-1635), der damals als Hofmathematiker für den Landgrafen Philipp von Hessen-Butzbach (1581-1643) arbeitete und die Schrift in Frankfurt a.M. herausbrachte. Der Band erschien allen „Astrologiae studiosis zum besten“, wobei Mögling Eckebrecht als in „dieser Kunst verständig“ bezeichnete. Auch Andreas Goldmayer (1602-1664) berichtete, dass er vielfach mit Eckebrecht über astrologische Fragen debattiert hatte. In seinen späteren Lebensjahren soll Eckebrecht noch viel Zeit auf Astronomie und Astrologie verwendet haben. Abdias Trew (1597-1669) machte sich mit ihm vor Antritt seiner Altdorfer Mathematikprofessur bekannt. Später widmete er ihm eines seiner Werke, wozu er schrieb: „ich habe mehr im Werck bey ihm erfahren, als mir gesagt worden / und gäntzlich dafür halte / dass wann jemahls einer in dieser Löbl. Stadt Nürnberg gewesen / um welches Willen man sagen könne / es thue diese Stadt Universitäten zuvor, solches jetzo seiner Persohn wegen / wann sonst niemand wäre / seyn könne.“

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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