Darstellung der Nürnberger Burg durch Erasmus

Johann Georg Erasmus

Nürnberger Architekt und Kartograf.

* 19.09.1659 in Nürnberg ; † 24.03.1710 in Nürnberg

Lebenslauf:

Johann Georg Erasmus interessierte sich von Jugend an für Mathematik. Von 1677 stammen zwei Ansichten der Kaiserburg und ihrer Bastionen aus der Vogelperspektive. Deutlich ist darauf zu erkennen, dass die Vestnertorbastei, auf der im Herbst 1678 Georg Christoph Eimmart (1638-1705) die erste Nürnberger Sternwarte errichtete, leer stand. Ab 1678 bereiste Erasmus Österreich, Böhmen, Polen, Preußen, Niedersachsen und Holland. 1684 war er wieder in Nürnberg, wo er sich auf die Baukunst verlegte. 1698 wurde er Anschicker am Nürnberger Bauamt (Stadtarchiv Nürnberg: B 1/I Nr. 63, Bl. 202). Im Nürnberger Staatsarchiv haben sich um 1700 entstandene Grundrisse der letzten Stadtbefestigung erhalten, die auch die 1632 aufgeworfenen Erdschanzen zeigen. 1685 brachte er eine aus 12 Kupferstichen bestehende architekturtheoretische Schrift zu den "so genannten Fünf Säulen" heraus.

Johann Georg Erasmus starb im März 1710 in Nürnberg. Bei seiner Beerdigung wurde er als "Anschicker in der Peunt daselbst" bezeichnet, er scheint also auch hier gewohnt zu haben. Sein Nachfolger auf der Peunt wurde Johann Melchior Landeck (Stadtarchiv Nürnberg: B 1/I Nr. 66, Bl. 112). Seine Witwe heiratete in dritter Ehe Johann Adam Delsenbach (09.12.1687-16.05.1765).

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1706 wurde Johann Georg Erasmus Genannter des Größeren Rats der Stadt Nürnberg.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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