Paul  Pfinzing von Henfenfeld d. J.

Nürnberger Kartograf.

* 24.3.1588 ; †25.9.1631 in Nürnberg

Lebenslauf:

Paul Pfinzing wurde zunächst in Nürnberg in der Privatschule von Johann Fabricius (1560-1637) unterrichtet, bevor er 1600 nach Altdorf ans Gymnasium ging. Später bezog er hier die Universität, wo er Mathematik und Jura studierte. 1608 trat er seine Kavalierstour an, die ihn zunächst nach Straßburg und Basel führte, dann durch die Schweiz nach Frankreich. 1611 kehrte er nach Nürnberg zurück. 1615 wurde er Schöpfe am Bauerngericht und 1618 am Stadtgericht. 1620 wurde er in den Rat der Stadt Nürnberg gewählt. 1629 übernahm er die Verwaltung der Güter in Henfenfeld. Er starb im September 1631.

Wirken:

Paul Pfinzing versuchte als Kartograf in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, hatte aber nicht dessen Begabung. 1620 legte er den sogenannten „Kleine Pfinzingatlas“ an, der sich heute in der Stadtbibliothek Nürnberg befindet. Von ihm stammt – in Zusammenarbeit mit Andreas Albrecht (1586-1628) – eine Karte der Pegnitz vom Hallertor bis zur Dooser Brücke sowie ein Grundriss der Friedhofs von Wörth. Seine beachtlichste eigenständige Leistung war der Stadtgrundriss von 1621. Dieser Plan enthält zahlreiche Details, die durch eine umfangreiche Legende ergänzt werden.

Auch brachte Pfinzing 1616 ein Werk zur Optik bzw. Perspektive heraus. Im Calendarium perpetuum von 1623 entwickelte er ein scheibenförmiges Modell zum Vergleich der überall gebräuchlichen kleinen mit der Nürnberger Uhr. Das Modell erläuterte er an zahlreichen Beispielen.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1614 wurde Paul Pfinzing Mitglied des Größeren Rats der Stadt Nürnberg.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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