Georg Sawer (Sauer)

Nürnberger Rechenmeister.

† 10.04.1640 in Nürnberg (Beerdigung)[1]

Lebenslauf:

Im November 1600 wird dem "deutschen Schulmaister" Georg Sawer gestattet, sich drei Jahre im Bayreuthischen aufzuhalten, ohne das Bürgerrecht zu verlieren. Da seine Schrift besonders geschätzt wurde, erhielt er sogar jedes Jahr 50 Gulden vom Rat, allerdings unter der Bedingung zur Verfügung zu stehen, wenn man seine Dienste wünsche. Als das Wartegeld für Sauer 1604 ablief, wurde es Christoph Fabius Brechtel (1566/68-1622) zugestanden. Damals wurde Sawer gestattet, sich für zwei Jahre in Neumarkt aufzuhalten, wo er wohl deutsche Schule hielt. Danach muss er nach Nürnberg zurückgekehrt sein, wo er bis 1612 im Karthäuserkloster Unterricht abhielt. Da man Platz für Geistliche und ihre Familien brauchte, wurde er damals gekündigt. Er blieb aber Rechenmeister, 1619 widmete u.a. ihm Sebastian Kurz (1576-1659) seine Arithmetica Practica. Er kaufte 1622 ein Haus in der alten Ledergasse (heute Tucherstraße 53) um 800 Gulden. 200 Gulden konnte er bar bezahlen, weitere 200 wollte er im folgenden Jahr entrichten. In diesem Haus wohnte er bei seinem Tod.

Literatur:


Fußnoten

  1. "♀. 10 dito [April 1640] Der Erbar und Kunstreich Georg Sauer Schul= und Rechenmeister auch Visitator der Teutschen Schul in der alten Ledergaßen", Bestattungen St. Sebald 1632-1643, Bl. 196r (Scan 231), Nr. 17.
  2. "23. Julij Die tugentsame Fr. Rosina des Erb. Georg Sauers Rechenmeister und Inspector der teutschen Schulen Ehewürthin gegen der Heilig Geist[?] Kirch über", Bestattungen St. Sebald 1632-1643, Bl. 125r (Scan 158), Nr. 21.
  3. "Georg Sauer, Susanna Baudenbachin 4 April [1638]", Trauungen St. Sebald 1617-1641, Bl. 111r (Scan 72).
  4. "Georg Bautenbacher, Sabina, Susanna 18 [September 1597]", Taufen St. Lorenz 1560-1599, S. 223 (Scan 105).
  5. "d. eod. [20. Juni 1660] Frau Susanna, deß Erbarn und Kunstreichen Georg Sawren, Rechenmaisters, auch Visitatoris Sel. nachgelaßene Wittib, in der Irrergaßen beÿ dem Neuen Thor", Bestattungen St. Sebald 1654-1667, Bl. 106r (Scan 134).
  6. Zu Georg Baudenbacher siehe Grieb 1, 2007, S. 64-65.


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