Sigismund Trew

Altdorfer Kometenbeobachter.

* 24.01.1643 in Altdorf[1] ; † um 1669 in dänischen Diensten[2]

Lebenslauf:

Sigismund Trew studierte unter Anleitung seines Vaters Mathematik in Altdorf, sowie zusätzlich Medizin. 1663 verteidigte er zwei Disputationen unter dem Vorsitz des Vaters zur astrologischen Medizin. Er war auch ein aktiver Gehilfe auf der Altdorfer Sternwarte. 1665 brachte er bei Paul Fürst (1608-1666) in Nürnberg einen Einblattdruck zum damaligen Kometen heraus. Auf der zugehörigen Abbildung war bewusst auf die Einzeichnung von Sternbildern verzichtet worden, um hier voreiligen astrologischen Spekulationen vorzubeugen. Das bedeutet nicht, dass Sigismund Trew der Astrologie ablehnend gegenüberstand, schließlich folgten im Text seine eigenen astrologischen Interpretationen. Am 13. Dezember 1668 schrieb er sich in Tübingen ein, wo er sich angeblich Hoffnungen auf die dortige Mathematikprofessur machte. Nachdem daraus nichts wurde, arbeitete er als Auditeur in dänischen Diensten, wo er aber schon ca. 1669 "zu Schiff" gestorben sein soll.

Ausgewählte Werke:

Literatur:


Fußnoten

  1. "Dn. Abdiae Trew Mathemat. Prof. p. ein Sohn getauft. Heist die Fr. Mutter Maria Ursula. Gevatter der Erbar und Vest Sigmund Sammersfelder, p. t. wohnhaft alhie. Filius Sigismundus. 25 Ejusd. [Januar 1643]", Taufen Altdorf 1642-1690, S. 21 (Scan 13).
  2. Will 4, 1758, S. 60.


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