Bernhard und Leonhard Wirsing [Wirsigk]

Nürnberger Rechenmeister.

Lebenslauf:

Bei Bernhard Wirsing ging Johann Baptista Fabricius (1564- nach 1626) in die Lehre. Wirsing wurde dafür gerühmt „in Welscher und Arabischer Practic und Rechenkunst der Regel Coss und Algebra wol erfahren“ zu sein und soll deswegen viele Schulkinder gehabt haben. Er verkaufte 1602 ein Haus in der Kramersgasse um 1500 Gulden und 1608 um 800 Gulden ein Haus in der unteren Schmiedsgasse. Die beiden Häuser hatte er 1570 um 712 Gulden und 1589 um 1200 Gulden gekauft. Er hatte es also zu einem gewissen Wohlstand gebracht.

Leonhard Wirsing ist der Sohn von Bernhard Wirsing, der bei seinem Tod im Juni 1616 als Kanzleiverwandter in der Kramersgasse angesprochen wird. Er galt als hervorragender Musiker. Er wurde als Junggeselle beerdigt, scheint also nicht sehr alt geworden zu sein. Nach Doppelmayr ging Sebastian Kurz (1576-1659) bei Leonhard Wirsing um 1590 in die Schule. Vermutlich wurden hier Vater und Sohn verwechselt.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1596 wurde der Rechenmeister Bernhard Wirsing in den Größeren Rat der Stadt Nürnberg aufgenommen.

Literatur:



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