Johann Wülfer

Nürnberger Theologe und Geograph.

* 07.06.1651 in Nürnberg ; † 03.09.1724 in Nürnberg

Lebenslauf:

Wülfer wurde zunächst von seinem Vater und Privatlehrern unterrichtet. Mit 15/16 erhielt er Unterricht in orientalischen Sprachen bei Rabbi Samuel in Fürth. Ab 1669 studierte er in Altdorf, 1673 dann in Jena. Von 1674 bis 1677 unternahm er ausgedehnte Reisen durch Italien, Holland, England und Paris. 1682 wurde er in Altdorf ordiniert. Damals wurde er Mittagsprediger an der Dominikanerkirche in Nürnberg, 1683 Diakon an der Frauenkirche. Ab 1691 war er Professor für Moral und Geographie am Egidiengymnasium, wobei er seine Fächer später gegen Politik und Kirchengeschichte tauschte. 1692 wurde er Prediger am Heilig-Geist-Spital, 1704 bei St. Lorenz und 1714 erster Prediger bei St. Sebald, womit er der führende Geistliche der Stadt war.

Wirken:

Während seines Studiums in Altdorf nahm Wülfer an Sturms Collegium Experimentale teil. Auf seiner Studienreise quer durch Europa kam er u.a. nach Oxford, wo er John Wallis (1616-1703) kennen lernte. In seinen geographischen Vorlesungen zeigte er nach Doppelmayr eine "große Habilite", da er bey einer aus vielen Reisen erlernten Experienz solche Wissenschaft, die mit erwünschter Beredsamkeit begleitet war, seinen Auditoribus auf das angenehmste vortruge."

Mitgliedschaften und Ehrungen:

Am 12. April 1715 wurde er in die Preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Ausgewählte Werke:

Von Wülfer stammen zahlreiche Leichpredigten.

Literatur:

Links:



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