Briefwechsel Tobias Mayer
| Kurzinformation zum Brief | Zum Original |
| Autor | König Georg II. (1683-1760)[1] |
| Empfänger | Tobias Mayer (1723-1762) |
| Ort | London |
| Datum | 26. November 1750 |
| Signatur | Universitätsarchiv Göttingen: Ms. Kur. 5747, S. 7-8 (Entwurf) |
| Transkription | Hans Gaab, Fürth; doch siehe Roth, Erwin: Briefe von und an Tobias Mayer. Marbach: Tobias-Mayer-Museum-Verein 1992, S. 40. |
d. 26. Nov. 1750.
an
Tobias Mayern, Ma-
thematico in Nurnberg
Georg der andere
Es haben Uns sowoll die von Euch ausgearbeitete mathematische Schrifften, als der Euch sonst beÿgelegte Ruhm der Gelehrsamkeit veranlaßet, Euch zu Bekleidung der durch Absterben Unsers Rath Penthers[2] erledigten Professione Oeconomiae in Gnaden auszuersehen. Wir vociren Euch demnach auf die von Euch disfals eingelangte Erklärung, zu der berührten oeconomischen Profession auf Unserer Gottingischen Universitaet dergestalt und also, daß Ihr von nechts kommenden Ostern an, einen jährlichen Gehalt von vierhundert rtl., die gewöhnliche viertzig thaler licent-aequi-
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valent-Gelder darunter nicht
mit begriffen, zu genießen und überdis, behuf der Reise
und Transport Kosten einhundert thaler aus der Kloster
Casse zu gewarten haben sollet, in der gewißen Zuversicht, daß
Ihr Euch wenigstens 14 Tage vor Ostern zu Gottingen anfinden, und allda
gleichwie von eurem antecessore gesehen, und wohin Unser vornehmste
Absicht gerichtet ist, nicht nur alle practischen Theile der Mathematic
gründlich lehren, sondern auch denen Studiosis würckliche
Handleitung geben - mithin die von Euch habende gute Hoffnung
erfüllen werdet.
Wir Hann: d.
Ad Mandatum
[Randbemerkung]
das Original ist S. Excellenz
und die Copeÿ Hl. HofR. Scheid[3]
zu zuschicken.
Fußnoten
- ↑ Georg II. (1683-1760) war seit 1727 König von England.
- ↑ Johann Friedrich Penther (1693-1749) war seit 1737 ordentlicher Professor für Ökonomie in Göttingen, wobei er nur mathematische vorlesungen hielt.
- ↑ Christian Ludwig Scheidt (1709-1761) war seit 1748 Hofrat und Bibliothekar in Hannover. Zu ihm siehe: Büsching, Anton Friedrich: Beyträge zu der Lebensgeschichte denkwürdiger Personen, insonderheit gelehrter Männer, Band 3. Halle: Curt 1785, S. 263-316.
