Johann Christoph Berndt

Kupferstecher und Globenhersteller.

* 10.9.1707 in Nürnberg ; †02.1798 in Nürnberg

Lebenslauf:

Johann Christoph Berndt war ein Kupferstecher und Mechanikus aus Nürnberg, der wohl anfangs eng mit Johann Philipp Andreae (ca.1700-1762) zusammengearbeitet hat. 1733 wurde er zusammen mit Andreae festgenommen, da er eine Spottschrift auf den Nürnberger Rat gestochen hatte. Er wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. 1756 brachte er mit nur geringfügigen Verbesserungen dessen 13,5 cm-Globen von ca. 1726 neu heraus, wobei er sie mit einer Vignette in französischer Sprache versah. Die zugehörigen Kupferplatten wurden 1790 erneut von Johann Georg Klinger (1764-1806) verwendet, dann jedoch in deutlich verbesserter Form. Berndt stach auch eine topografische Karte von Deutschland.

1768 wohnte er am "Bohnersberg im blauen Löwen", das ist die heutige Schildgasse 35. Nach Unterlagen aus dem Stadtarchiv Nürnberg verkaufte er dieses Haus am 1. November 1772.

Wirken:

Für den 1730/31 unter dem Titel Firmamentum Firmianum erschienenen Himmelsatlas des Salzburger Benediktiners Thomas Corbinianus (1694-1767) hat Berndt zahlreiche Stiche angefertigt, darunter hauptsächlich Darstellungen von Sternbildern.

Zum Kometen von 1769 brachte Berndt eine aufklappbare Himmelskarte heraus, so dass die Bahn des Kometen dreidimensional dargestellt wurde. Mit Ruhm hat er sich dabei allerdings nicht bekleckert, da er diesen Kometen im zugehörigen Text mit dem Halleyschen von 1759 verwechselte.

1773 erschien in Schwabach das Architectonisches Alphabet, bestehend aus dreyßig Rissen des Ansbacher Baumeisters Johann David Steingruber (1702-1787). Die darin enthaltenen Risse wurden von Berndt gestochen.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:

Globen Kometendarstellungen Karten und Prospekte Buchillustrationen

Zurück zur alphabetischen Übersicht