Simon Köfferl (Köfferlein)

Nürnberger Rechenmeister des 16. Jahrhunderts.

†21.11.1585 in Nürnberg (Beerdigung)

Lebenslauf:

Die Österreichische Nationalbibliothek besitzt ein Bildnis des Simon Köfferl, das auf „um 1545“ datiert wird (Siehe Link unten). Darauf wird er als Rechenmeister zu Nürnberg bezeichnet. Das Bild ist wahrscheinlich später entstanden, denn 1565 wendet sich der Rechenmeister Ludwig Hertel wegen seines kranken Dieners Ludwig Köberlein an den Rat. Jaeger vermutete, dass es sich hierbei um Simon Köfferl handelte. Er hatte seine Schule in der Nähe des Egidienplatzes. Er heiratete im Juli 1566 und wurde erst im folgenden Jahr Bürger der Stadt Nürnberg. 1570 lag Köfferl im Streit mit Stephan Brechtel (1523-1574), wobei sich der Rat aber auf die Seite Brechtels stellte und Köfferl vorübergehend auf den Turm brachte. 1582 war Köfferl erneut auf dem Turm: Unerlaubter Weise war er im Vorjahr als Visierer (Eichmeister) tätig gewesen, wohl um sein Gehalt aufzubessern. Dies war vom offiziellen Visierer Balthasar Gerner (?-1595) angezeigt worden. Der Rat ermahnte Köfferl, doch visierte der im nächsten Jahr erneut, worauf er kurzfristig auf den Turm kam. Sein Groll war daraufhin so groß, dass es im August 1583 zu einer Schlägerei zwischen ihm und Gerner kam. Der Rat bezeichnete Köfferl damals als „unruwigen gesellen“. Nach seinem Tod wurden Frau und Kinder im Karthäuserkloster aufgenommen. Im Kupferstichkabinett des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg hat sich ein Mondkalender von Köfferl auf das Jahr 1573 erhalten.

Literatur:

Links:



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