August Johann Rösel von Rosenhof

Nürnberger Künstler, Naturforscher und Herausgeber.

* 30.3.1705 in Schloss Augustenburg bei Arnstadt ; †27.3.1759 in Nürnberg

Lebenslauf:

August Johann Rösel von Rosenhof durchlief eine Malerlehre bei seinem Onkel in Merseburg, dem Tier- und Freskomal Wilhelm Rösel. 1725 zog er zu seiner unterdessen verwitweten Mutter nach Nürnberg, wo er die Malerakademie besuchte. Bald wandte er sich dem Kupferstich und der Miniaturmalerei zu. Nach Reisen durch Deutschland und Dänemark wurde er 1734 Bürger in Nürnberg. Bekannt wurde er vor allem durch seine ab 1741 monatlich herausgegebene Insektenbelustigung, worin er nur eigene Beoachtungen wiedergab. 1750 begann er auch mit einer illustrierten Naturgeschichte für Frösche.

1741 wohnte er in der Burgstraße 21, gegen Ende seines Lebens auf dem Egidienhof. Er starb 1759 an der Wassersucht.

Wirken:

Rösel interessierte sich nebenbei auch für die Astronomie. 1739 hörte er bei Michael Adelbulner (1702-1779) Vorlesungen über Derhams Physikotheologie. Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) brachte ihm das Schleifen von Linsen bei. Mit ihm plante er auch ein Werk über den Kometen von 1744, das jedoch nicht zustande kam. Rösels Entwürfe dafür haben sich in der Stadtbibliothek Nürnberg erhalten (Amb. 990 20, Bl. 33-44, 46-53).

Mitgliedschaften und Ehrungen:

Im Nürnberger Ortsteil Gibitzenhof wurde 1913 die Röselstraße nach ihm benannt. 1759 wurde er zum Ehrenmitglied der Altdorfischen deutschen Gesellschaft ernannt.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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